• 13.12.2005, 09:08:40
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Unerträgliche Äußerungen des iranischen Präsidenten Ahmadi-Nejad

Der Empörung müssen Taten folgen

Wien (OTS) - Nachdem der iranische Präsident vor einigen Wochen
"Israel von der Landkarte tilgen" wollte, bezeichnete er Israel in
Mekka als "Krebsgeschwür" und empfahl, die Juden nach Österreich und
Deutschland zu übersiedeln, um den Nahost-Konflikt zu lösen. Empörte
Reaktionen in Europa, den Vereinigten Staaten und der UNO haben Herrn
Ahmadi-Nejad nicht beeindruckt, im Gegenteil. Er scheint diese
absurden Vorschläge ernst zu meinen und wir können sicher sein, daß
noch weitere Erklärungen folgen werden. Unter diesen Voraussetzungen
führen EU-Vertreter ab 21.12. neuerliche Gespräche, um das
Atomprogramm des Iran in kontrollierte Bahnen zu lenken. Wie man mit
einem solchen Extremisten glaubwürdig verhandeln kann, mögen die
Verhandler der Öffentlichkeit erklären. Aber es ist die Verantwortung
Europas, rasch der Empörung Taten folgen zu lassen. Da genügt es
nicht, den jeweiligen iranischen Botschafter vorzuladen.

Vielmehr müßten der iranischen Bevölkerung durch Maßnahmen
signalisiert werden, daß die gesamte Welt gegen eine solche Politik
steht und diese nicht zuläßt. So könnte der Iran von allen
kulturellen und sportlichen Aktivitäten (z.B. Fußball WM)
ausgeschlossen werden, es könnten Flugverbindungen in den Iran
eingestellt werden und der Iran könnte aus der WTO ausgeschlossen
werden.

Sollten die Europäer nicht zu Taten übergehen und sich weiterhin auf
Verurteilungen und Empörung beschränken, wird Israel die Initiative
in die Hand nehmen und selbst die nötigen Schritte setzen. Nach der
Schoah und nach der Ermordung von Millionen Juden in den letzten 2000
Jahren ist es das gute Recht des jüdischen Staates, sich gegen die
Ahmadi-Nejads dieser Welt zur Wehr zu setzen. Daß in einem solchen
Fall der ganze Nahe Osten aber auch die ganze Welt in eine Krise
gestürzt werden, braucht nicht erwähnt zu werden. Es liegt daher an
Europa, ein solches Szenario zu verhindern.

Dr. Ariel Muzicant
Präsident der
Israelitischen Kultusgemeinde

Rückfragehinweis:
Israelitische Kultusgemeinde
Erika Jakubovits
Tel.: (01) 53 104-102
E-Mail: [email protected]

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