- 07.12.2005, 15:22:28
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Lippitzbachbrücke ist Kärntens neues Brückenwahrzeichen
Kärntens größte Landesstraßenbrücke schafft wichtige Verkehrsverbindungen und bringt Südkärnten neue wirtschaftliche Impulse
Klagenfurt (LPD) - In vier Tagen wird Kärntens größte
Landestraßen-Brücke, die Draubrücke Lippitzbach, für den Verkehr
freigegeben. Über die letzten Bauarbeiten bzw. die sonntägige
Eröffnung informierten heute, Mittwoch, Wirtschaftsreferent LH Jörg
Haider und Verkehrsreferent LR Gerhard Dörfler im Rahmen eines
Pressegespräches in Griffen. "Der wichtigsten Forderung, den
Südkärntner Raum an die A 2 Südautobahn anzubinden bzw. eine
Nord-Süd-Verbindung zum EU-Nachbarn Slowenien zu schaffen, wurde im
Generalverkehrsplan Österreich Rechnung getragen", zeigten sich
Haider und Dörfler über die Fertig-stellung des größten
Brückenbauwerkes in Kärnten mehr als zufrieden. Die
Gesamtherstellungskosten samt den dazugehörigen Straßenanschlüssen
betrugen 10,5 Millionen Euro.
"Nach Jahren der Versprechungen und Ankündigungen wurden in
Kärnten Nägel mit Köpfen gemacht", sagte der Landeshauptmann. Der
Anschluss an das innereuropäische Straßennetz bringe der Region neue
Perspektiven und erhöhe ihre wirtschaftliche Schlagkraft.
Touris-tisch profitiere zukünftig die Schiregion Petzen,
wirtschaftlich das Filterwerk Mahle. Beide Standorte seien ab nun
noch schneller erreichbar, so der Landeshauptmann.
"Der heutige Tag ist ein emotionales Abschiedsfest und
gleichzeitig der Start für neue Projekte, wie den Ausbau des
Südkärntner Radwegenetzes", betonte Dörfler. Der Verkehrslandesrat
blickte auch auf die letzten 19 Jahre mit all ihren Höhen und Tiefen
zurück und dankte den Anrainergemeinden, die alle an einem Strick
gezogen hätten. Für die Bürger und Pendler bringe die Brücke eine
Zeitersparnis von einer hal-ben Stunde, für Unterkärnten einen
leistungsfähigen Anschluss an die Südautobahn. Stolz zeigte sich
Dörfler darüber, dass der Bauzeitplan um vier Monate unterschritten
wurde und der Bau unfallfrei verlief: "Bauleiter Theo Obrietan und
Projektleiter Peter Raunig haben mit ihrem Team eine tolle Leistung
vollbracht." Für die rasche rechtliche und behördliche Abwicklung,
bei der stets Bedacht auf den Naturschutz und die Anrainer genommen
wurde, dankte Dörfler Albert Kreiner (Leiter Abteilung 7). "Mit der
Errichtung gelang eine tolle Verknüpfung von Naturschutz und
landschaftsgestalterischer Maßnahmen". Er gab außerdem bekannt, dass
das alte Lippitztal eine Ruheoase für Fischer und Erholungssuchende
werden soll.
Freude herrschte auch unter den drei Bürgermeistern Stefan
Visotschnig (Bleiburg), Rudolf Skorjanz (Ruden) und Fritz Flödl
(Feistritz ob Bleiburg). Visotschnig betonte, dass die Bleiburger
Wirtschaft durch den Anschluss an das europäische Straßennetz
profitieren werde. Für Flödl beweise der Bau der Brücke, "dass die
Landespolitik ein offenes Ohr für Südkärntner Anliegen hat". Skorjanz
hob die hohe Wertschöpfung für die Gemeinden hervor.
Die Errichtung der Brücke stellte für die Firmen eine enorme
technische Herausforderung dar, da sie nur auf drei Stützen errichtet
wurde, berichteten Obrietan und Raunig. Von jeder Stütze, die längste
ist 86 Meter hoch, wurde im freien Vorbau das Tragwerk geschlossen.
Von 30 Arbeitern wurden in einer Bauzeit von 20 Monaten 11.480
Kubikmeter Beton, das entspricht 1.440 LKW-Fuhren und 1.500 Tonnen
Beweh-rungsstahl verarbeitet. Die neue Brücke ist 445 Meter lang,
12,85 Meter breit und hat eine Höhe von 100 Metern.
Die offizielle Verkehrsfreigabe der Brücke erfolgt am Sonntag, 11.
Dezember, um 13 Uhr, mit einem Festakt auf der Südseite der Brücke.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
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