• 07.12.2005, 12:40:56
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SCHEUCHER-PICHLER: ÖSTERREICH ALS VORREITER BEI FAMILIENHOSPIZ

Die Familienhospizkarenz ist die österreichische Antwort auf Bestrebungen anderer europäischer Staaten nach Sterbehilfe

Wien (ÖVP-PK) - "Studien belegen, dass die meisten Menschen sich
wünschen, in ihrer vertrauten Umgebung alt zu werden und die letzten
Tage im Kreise der Familie zu verbringen. Für Angehörige bedeutet das
eine große Herausforderung", sagte ÖVP-Frauensprecherin Abg. Mag.
Elisabeth Scheucher-Pichler heute, Mittwoch. "Ganz wichtig dabei sind
Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt, um ein ‚bei der Familie
bleiben’ ermöglichen zu können: Psychosoziale Begleitung,
Gesprächsrunden, Trauerbegleitung. Mit der Einführung der
Familienhospizkarenz, deren Novelle gestern im Nationalrat
beschlossen wurde, hat diese Bundesregierung bewiesen, dass sie
Sozialpolitik lebt und die Anliegen der Menschen ernst nimmt." ****

Mit der Novelle wird dem Wunsch vieler Betroffener nach
Verlängerung von sechs auf neun Monate bei der Betreuung von schwer
kranken Kindern Rechnung getragen. Der Hauptgrund dafür ist, dass
Tumortherapien in der Regel länger als ein halbes Jahr dauern. Die
Hospizkarenz wird nunmehr auch für Wahl- und Pflegeeltern möglich
sein. Des Weiteren werden die Leistungen auch für leibliche Kinder
des Ehepartners bzw. des Lebensgefährten ausgeweitet. Die
Einkommensgrenze, ab der um finanzielle Hilfe aus dem
Härteausgleichsfonds angesucht werden kann, wird von 500 auf 700 Euro
des gewichteten Haushaltsdurchschnittseinkommens angehoben,
erläuterte Scheucher-Pichler.

"Die Dauer der Familienhospizkarenz hat sich als guter Kompromiss
zwischen den Interessen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer bewährt. In
Kraft treten werden die Änderungen bei der Sterbebegleitung naher
Angehöriger und der Begleitung schwerst kranker Kinder mit 1. Jänner
2006", so Scheucher-Pichler. "Österreich ist damit auch zum Vorreiter
im Hinblick auf ein würdevolles Sterben als Grundrecht jedes Menschen
geworden. Die Familienhospizkarenz ist die österreichische Antwort
auf Bestrebungen von anderen europäischen Staaten nach Sterbehilfe."
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

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