• 07.12.2005, 10:06:59
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  • OTS0059 OTW0059

Bilanzsumme überschritt die 700 Mrd EUR Grenze - Markanter Anstieg des Auslandsgeschäfts

Geschäftsentwicklung der in Österreich tätigen Kreditinstitute zum 30. September 2005

Wien (OTS) - Die unkonsolidierte Bilanzsumme der in Österreich
tätigen Kreditinstitute erreichte zum Ende des 3. Quartals 2005
713,77 Mrd EUR. Die Direktkredite an inländische Nichtbanken stiegen
seit Jahresbeginn um 3,3%, wobei sich der Fremdwährungsanteil auf
19,6% (+0,6 Prozentpunkte) erhöhte. Die Zunahme der Einlagen seit
Beginn 2005 (+5,53 Mrd EUR bzw. +2,6%) wurde wesentlich durch die
markante Entwicklung der Sichteinlagen hervorgerufen (+5,05 Mrd EUR
bzw. +9,5%). Das bisherige Jahr 2005 war von einem sehr dynamischen
Auslandsgeschäft geprägt. Die Auslandsforderungen stiegen um 20,3%
und die Auslandsverbindlichkeiten um 17,2%.

Die Bilanzsumme überschritt die 700 Mrd EUR-Grenze

Die stetig ansteigende Entwicklung der unkonsolidierten
Bilanzsumme aller in Österreich tätigen Kreditinstitute dieses Jahres
gipfelte Ende September 2005 in einem Volumensstand von 713,77 Mrd
EUR und sprengte damit erstmals zum Ende eines Quartals die 700 Mrd
EUR-Grenze. Die Bilanzsumme verzeichnete somit im bisherigen Jahr
2005 ein Wachstum von 9,3% bzw. 61,01 Mrd EUR (Vorjahresvergleich
7,4% bzw. 44,91 Mrd EUR).

Der Marktanteil der 10 größten Banken stieg im Jahr 2005 leicht um
0,7 Prozentpunkte auf ein Niveau von 54,8%.

Zuwachs des Auslandsgeschäfts korrespondiert mit Anstieg der
Bilanzsumme

Das Auslandsgeschäft wies im heurigen Jahr expansive
Wachstumszahlen auf. Ein 20,3%iger Zuwachs bei den
Auslandsforderungen stand einem 17,2%igem Anstieg bei den
Auslandsverbindlichkeiten gegenüber. Zum 30. September 2005
überstiegen die Forderungen (241,23 Mrd EUR) knapp die
Verbindlichkeiten (228,83 Mrd EUR).

Die Anteile des Auslandsgeschäfts gemessen an der Bilanzsumme
lagen per 30.9.2005 auf der Aktivseite bei 33,8% und auf der
Passivseite bei 32,1%.

Kreditnachfrage stieg wieder leicht an

Bei der Kreditnachfrage wurde seit Dezember 2004 ein 3,3%iger
Zuwachs verzeichnet, was insgesamt zu einem Stand von 259,96 Mrd EUR
führte. Sowohl Euro- als auch Fremdwährungskredite verzeichneten
gegenüber Dezember 2004 einen Zuwachs. Während die Eurokredite um
2,6% zulegten, war bei den Fremdwährungsausleihungen ein markanter
Anstieg im Ausmaß von 6,6% (1) festzustellen.
(ad (1) Nicht um Wechselkurseffekte bereinigt.)

Der Fremdwährungsanteil an den gesamten Ausleihungen stieg durch die
unterschiedlich starken Entwicklungen auf 19,6% (+0,6 Prozentpunkte).

Der Großteil der Euro-Kredite (71%) befand sich im
Größenklassensegment bis 10.000 EUR - ein durchschnittlicher
Eurokredit belief sich auf rund 34.500 EUR. Bei den
Fremdwährungskrediten wurden die meisten Kredite (34%) im Segment
zwischen 100.000 und 500.000 EUR aufgenommen. Im Durchschnitt lautete
ein Fremdwährungskredit auf rund 138.000 EUR.

Einlagenanstieg auf starken Sichteinlagenzuwachs zurückzuführen

Insgesamt stiegen die Einlagen seit Beginn 2005 leicht um 5,53 Mrd
EUR (+2,6%) auf 216,24 Mrd EUR. Diese Zunahme wurde wesentlich durch
die markante Entwicklung der Sichteinlagen hervorgerufen (+5,05 Mrd
EUR bzw. +9,5%). Die Spareinlagen wiesen einen marginalen Rückgang
von 0,2% auf, während die Termineinlagen um 3,3% zulegten.

Ende September 2005 erreichten die einzelnen Einlagekategorien
Stände von 58,39 Mrd EUR (Sichteinlagen), 22,14 Mrd EUR
(Termineinlagen) bzw. 135,72 Mrd EUR (Spareinlagen).

Betrachtet man die Sichteinlagenentwicklung auf bankensektoraler
Ebene, so wird deutlich, dass alle Sektoren im Sichteinlagengeschäft
Zuwächse verzeichneten. An der Spitze standen die Aktienbanken (+1,27
Mrd EUR), die Sparkassen (+0,97 Mrd EUR) sowie die Zweigstellen gem.
§ 9 BWG (+0,96 Mrd EUR).

Eigenmittel steigen - Eigenmittelquote fiel leicht ab

Der Eigenmittelstand erhöhte sich im Vergleich zum 31.12.2004 um
6,5% auf 50,9 Mrd EUR. Mit 34,51 Mrd EUR entfielen rund zwei Drittel
der Eigenmittel auf das Kernkapital. Die unkonsolidierte
Eigenmittelausstattung in Prozent der Bemessungsgrundlage (capital
ratio) fiel von 14,6% Ende 2004 auf 14,4%. Die Mindestausstattung
liegt laut Bankwesengesetz bei 8%.

Weitere statistische Informationen unter
dieaktuellezahl.oenb.at bzw.
www.oenb.at im Bereich "Statistik und Melderservice"

Herausgeber:
Oesterreichische Nationalbank
Sekretariat des Direktoriums /
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.Nr.: (++43-1) 404 20 DW 6666
http://www.oenb.at

Rückfragehinweis:
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Tel.: +43-1-40420-5555
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