ARBÖ : Winterreifenpflicht für LKW überlegenswert

Erneut stundenlange Autobahnsperre wegen "sommerbereifter" LKW in Kärnten

Wien (OTS) - Vier Zentimeter Neuschnee reichen aus, um einen LKW
zum Stillstand zu bringen.
Bereits zum dritten Mal innerhalb von zwei Wochen verursachten heute erneut sommerbereifte LKW auf der A2 zwischen Villach und der Staatsgrenze ein Verkehrschaos.

Der ARBÖ bekräftigt seinen Vorschlag an das Verkehrsministerium, die Einführung einer Winterreifenpflicht für LKW zu überlegen. "Es ist dringender Handlungsbedarf gegeben", betont ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar die Überlegungen seiner Organisation.

Wie sich jetzt wieder auf der A2 zwischen Villach und der Staatsgrenze gezeigt hat, kommen LKW wegen ihres hohen Eigengewichts schon bei Straßen mit relativ geringer Steigung ohne Winterreifen kaum voran. Schneeketten werden von den Fahrern sehr häufig auch zu spät angelegt. In der Folge werden auch Pkw durch querstehende oder hängen gebliebene LKW blockiert. Bereits bei Klein-Transportern bis 3,5 Tonnen Eigengewicht wäre es nach Ansicht des ARBÖ sinnvoll, eine Winterreifenpflicht zu überlegen.

Anders als manche private Pkw-Fahrer müssen LKW-Fahrer ihren Beruf auch an Wintertagen ausüben, können das Fahrzeug nicht einfach stehen lassen oder auf Öffis ausweichen. Dr. Hellar: "Erfahrungsgemäß verzichten zahlreiche Frächter auf Winterreifen und gehen davon aus, dass ihre Lenker bei winterlichen Fahrverhältnissen Ketten über die Sommerreifen anlegen. Bei Einschätzung der winterlichen Fahrverhältnissen kommt es zu Problemen. Hier wird auf Kosten der Verkehrssicherheit gespart." Wie sich in Kärnten zeigte, sind vor allem LKW mit osteuropäischen Kennzeichen mit ihren Sommerreifen hängen geblieben

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