• 02.12.2005, 13:06:09
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Amon: Haider gesteht schwere Fehler nun selbst ein

Auch Grüne erkennen langsam verfehlte Wiener Bildungspolitik

Wien, 2. Dezember 2005 (ÖVP-PK) Heute sei es nun also endlich so
weit, dass auch der ehemalige Chef der Zukunftskommission, Prof.
Günter Haider, selbst eingestehe, dass es bei der PISA-Studie
"schwere statistische Fehler gegeben hat", nachdem ihm das andere
Experten wie etwa der Wiener Statistik-Professor Erich Neuwirth
schon nachgewiesen hätten, sagte heute, Freitag, ÖVP-
Bildungssprecher Abg.z.NR Werner Amon. "Diese schweren Fehler lagen
ausschließlich in Haiders Verantwortungsbereich. Jemand, der für
sich selbst einen wissenschaftlich seriösen Anspruch erhebt und der
bei einer so wichtigen internationalen Vergleichsstudie derart
schwere Fehler macht, sollte eigentlich wissen, was er zu tun hat",
so Amon. ****

Wenn Haider mit seinen Interpretationen der PISA-Studie Politik
machen wolle, "soll er das endlich sagen und auch wirklich Politik
machen, wie ihm das von der SPÖ ja offensichtlich bereits
versprochen wurde", sagte der ÖVP-Bildungssprecher. Dass man aus
Haiders bisherigen Interpretationen der PISA-Studie keine
fundierten Schlüsse ziehen könne, habe der ehemalige
Zukunftskommissions-Vorsitzende heute eindrucksvoll bestätigt.
"Auch Haider hat endlich eingeräumt, dass die PISA-Studien nicht
valide sind. Und das ist das Hauptproblem derer, die aus diesen
Interpretationen ideologische Schlüsse gezogen haben - sie gehen
von einer falschen Grundvoraussetzung aus", erläuterte Amon.

Als "besonders eigenartig" erachtete der ÖVP-Bildungssprecher
auch den Vorschlag des SPÖ-Bildungssprechers Erwin Niederwieser,
man müsste die Kinder und Jugendlichen "PISA-fit" machen: "In
Wahrheit geht es doch bei Bildung wohl um ein wenig mehr, als
Kinder auf eine einmalige Testung mit 15 Jahren vorzubereiten",
sagte Amon.

Die Maßnahmen, die von Bildungsministern Elisabeth Gehrer bisher
gesetzt worden seien, "sind absolut richtig und werden auch von den
Schulpartnern überwiegend positiv bewertet", erklärte Amon. Daran
ändere sich auch nichts, wenn diese Maßnahmen Niederwieser und
Haider "halt nicht in ihren ideologischen Kram passen".

Erfolgreicher wäre die österreichische Bildungspolitik
allerdings, wenn alle, die subsidiär Verantwortung tragen - wie
etwa die Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl -
"die Maßnahmen auch umsetzen würden, die von Bundesseite her
gesetzt werden", führte der ÖVP-Bildungssprecher aus. "Dann stünden
wir nämlich heute in Wien nicht vor einer Trümmerlandschaft von
Bildungseinrichtungen, wo Hauptschulen mutwillig zu Restschulen
degradiert werden, die AHS-Unterstufe in der Tendenz zu einer
undifferenzierten Gesamtschule gemacht wird und die Pädagoginnen
und Pädagogen jetzt auch noch verpflichtend Türkisch und
Serbokroatisch lernen sollen, anstatt echte Integration zu
betreiben", so Amon. "Auch die Grünen zeigen - heute in Person der
Grünen-Gemeinderätin Susanne Jerusalem - bereits auf, wie die
Wiener Bildungspolitik versucht, ihr eigenes Versagen auf andere
abzuschieben versuchen", merkte Amon an.

Dies alles zeige, wie verantwortungslos die SPÖ mit Bildung
umgehe: "Den Sozialdemokraten ist jedes Mittel recht, um in der
Bildungspolitik ihre ideologischen Dogmen umzusetzen", so der ÖVP-
Bildungssprecher. "Das wird es mit uns aber ganz sicher nicht
geben", schloss Amon.

Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

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