• 01.12.2005, 14:19:33
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Amon kann sich PISA-Bundesländerstudie gut vorstellen

Ziel bleibt: Migranten müssen Unterrichtssprache erlernen

Wien (OTS) - Zur Diskussion um einen Länderbericht zur PISA-Studie
sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Bildungssprecher und
ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Werner Amon, er könne sich eine
vertiefende Durchführung der PISA-Studie mit Vergleichsmöglichkeiten
der Bundesländer durchaus sehr gut vorstellen. "Dann würde nämlich
ganz klar zu Tage treten, wo in unserem Bildungssystem grobe
Fehlentwicklungen laufen - nämlich in Wien, wie in Einzelergebnissen
ja bereits sichtbar ist", so Amon.

Die Wiener Bildungspolitik mache vor, wie es mit Österreichs
Schulen "im Sinne unserer Kinder und Jugendlichen nicht weitergehen
soll", führte Amon aus. "Dogmatisch linksideologisch gerichtet,
nivellierend und mit vollkommen falschen Schwerpunktsetzungen; ohne
Leistungsgruppen in den Hauptschulen, die man ideologisch motiviert
teilweise zu Restschulen verkommen lässt und mit Gymnasien, die mit
bis zu 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler eines Jahrganges die
schlechteste Form einer Gesamtschule bilden - eine vollkommen
undifferenzierte", sagte der ÖVP-Bildungssprecher.

Auch der heute neu präsentierte Vorschlag von Bürgermeister
Michael Häupl und Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl, an
den Pädagogischen Akademien Türkisch und Serbokroatisch zum
Pflichtfach zu machen, zeige, "dass die Prioritätensetzung der Wiener
Bildungspolitik vollkommen verfehlt abläuft". Es sei zwar "immer
sinnvoll, weitere Fremdsprachen zu erlernen", noch sinnvoller sei es
jedoch, "den Focus darauf zu legen, dass die Kinder und Jugendlichen
mit Migrationshintergrund die Unterrichtssprache Deutsch so bald als
möglich erlernen!", sagte Amon.

Im Gegensatz zur Stadt Wien werde auf Bundesebene in diesem
Bereich rasch gehandelt. "Bereits im Rahmen des Schulpakets I wurden
die vorgezogene Schuleinschreibung mit den Landesschulräten
ermöglicht und den Ländern und Gemeinden finanzielle Unterstützung
für die vermehrte Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund in
der Höhe von 80 Euro pro Kind gegeben", erläuterte der
ÖVP-Bildungssprecher. Im Schulpaket II werde die frühere
Schuleinschreibung nun auch gesetzlich nachvollzogen. Zusätzlich
werde die Möglichkeit geschaffen, Schülerinnen und Schüler mit
Migrationshintergrund, die die Unterrichtssprache nicht ausreichend
beherrschen, in der Volksschule bis zu 11 Stunden pro Woche speziell
zu fördern. "Dafür werden vom Bund 300 zusätzliche Planstellen als
Abrufkontingent zur Verfügung gestellt", erläuterte Amon
abschließend.

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