• 30.11.2005, 11:45:09
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  • OTS0139 OTW0139

Österreichische Gewerkschaften des Energiesektors unterstützen Aktion in Brüssel am 1. Dezember

Für Arbeitsplätze, öffentliche Dienstleistungen und ein soziales Europa

Wien (GPA/GdG/GMT/ÖGB) - Die Gewerkschaft der Privatangestellten
(GPA), die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) und die
Gewerkschaft Metall-Textil (GMT) unterstützen eine Aktion des
Europäischen Gewerkschaftsverbandes des Öffentlichen Dienstes (EGÖD),
die anlässlich eines Treffens der europäischen Energieminister
morgen, den 1. Dezember 2005, in Brüssel stattfindet. Erwartet werden
etwa 1.500 TeilnehmerInnen.++++

Auf der Tagesordnung des Rates der Energieminister steht der
Bericht der EU-Kommission über den Binnenmarkt für Energie und Gas.
Unter dem Motto "Die Lichter müssen leuchten! Stoppt den
Deregulierungswahnsinn!" werden die Gewerkschaften auf die Defizite
des Binnenmarktes hinweisen. Sie werden darauf hinweisen, dass durch
diesen Binnenmarkt keine zusätzlichen Arbeitsplätze geschaffen
wurden, sondern im Gegenteil in den letzten zehn Jahren 300.000
Arbeitsplätze verloren gegangen sind. Sie weisen auf fehlende
Investitionen in Netze und Energieerzeugung sowie insbesondere in
Reparatur, Wartung sowie in die Schulung der MitarbeiterInnen hin.
Zudem bringe der Binnenmarkt für PrivatanwenderInnen nicht die
versprochenen Vorteile, aber auch nicht für große Industriekunden.

Die Europäischen ArbeitnehmerInnen des Energiesektors fordern
einen Stopp der EU-Politik, die nur den Binnenmarkt und die
Interessen von Großunternehmen fördert und fordern insbesondere:

- Arbeitsplätze schaffen, nicht vernichten! Investitionen in
MitarbeiterInnen und Ausbildung, Forschung und Entwicklung.
- eine europäische Energiepolitik, für die Versorgungssicherheit,
nachhaltige Entwicklung, Qualität und Beschäftigung Vorrang haben.
- öffentliche Dienste nicht nach dem Prinzip des Ursprungslandes, die
geplante Richtlinie würde massive negative Konsequenzen auf Qualität
der Dienste und die Arbeitsbedingungen der ArbeitnehmerInnen in
Europa haben.

Da Österreich im ersten Halbjahr 2006 die Ratspräsidentschaft
innehat, sind die zuständigen PolitikerInnen der Bundesregierung dazu
aufgerufen, diese Forderungen zur Umsetzung zu bringen.

ÖGB, 30. November 2005 Nr.
677

Rückfragehinweis:

GPA
   Mag. Martin Panholzer
   Telefon: 05 0301-21511
   Mobil: 05 0301-61511
   E-Mail: [email protected]
   http://www.gpa.at
   
   GdG
   Ronald Pötzl
   Telefon: (01) 313 16-83 615
   Mobil: 0664/614 53 17
   E-Mail: [email protected]
   http://www.gdg.at
   
   GMT
   Nani Kauer
   Telefon: (01) 50146-242
   Mobil:0664/6145915
   E-mail: [email protected]
   http://www.metaller.at

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