- 21.11.2005, 13:34:21
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Plassnik: "Weiterer Baustein für österreichische EU-Präsidentschaft gelegt"
Ratstreffen der Außenminister bereitet neue Afrika-Strategie der EU vor
Brüssel (OTS) - "Erstmals wird die Europäische Union eine
langfristige, umfassende Afrikastrategie beschließen. Wir werden
heute in Brüssel richtungweisende Schlussfolgerungen für diese
Strategie annehmen", so Außenministerin Plassnik am Rande des
heutigen EU-Außenministerrates.
Damit werde ein weiterer Baustein für die österreichische
EU-Präsidentschaft gelegt, denn "besondere Bedeutung wird der
Umsetzung der Strategie gemeinsam mit der Afrikanischen Union
zukommen, die während unserer EU-Präsidentschaft angegangen wird."
"Ein Hauptziel der EU-Strategie ist es, afrikanische
Organisationen in die Lage zu versetzen, afrikanische Probleme selbst
zu bewältigen und eine eigenständige Entwicklung zu verfolgen",
erklärte die Außenministerin.
Es gehe um die Erzielung konkreter Fortschritte für die Menschen
in Afrika. Langfristig würde auch Europa davon profitieren, durch
mehr Frieden und Stabilität und weniger Migrationsströme.
Österreich denke an eine Verdichtung des Dialogs zwischen
Europäischer und Afrikanischer Union. Da es sich um ein sehr
langfristiges Unterfangen handle, habe man bereits die nachfolgende
finnische und deutsche Präsidentschaft eingebunden.
Die Strategie solle sich an den drei Hauptachsen "Friede und
Sicherheit", "Menschenrechte und Regierungsführung" und
"Armutsbekämpfung und nachhaltige Entwicklung" orientieren.
Im Bereich von "Frieden und Sicherheit" unterstütze die
Europäische Union Maßnahmen zur Friedenssicherung und Aktivitäten im
Bereich der Reform des Sicherheitssektors und der Konfliktprävention.
Bei "Menschenrechte und Regierungsführung" sollen Bemühungen um
Menschenrechte, Frauenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie im
Vordergrund stehen.
Hinsichtlich "Armutsbekämpfung und nachhaltiger Entwicklung"
werden sowohl die Bereiche der regionalen Integration und des
Handels, als auch Unterstützung für Infrastruktur und der Abschluss
von Handelsabkommen, die einen besseren Zugang zum europäischen Markt
gewährleisten, hervorgehoben.
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