- 17.11.2005, 19:20:48
- /
- OTS0294 OTW0294
Neues Volksblatt: "Pervers" (von Christian Buchar)
Ausgabe vom 18. November 2005
Linz (OTS) - Ewald Stadler weiß, was er tut. Sattelfest in jener
Politik der Provokation, mit der die FPÖ so gerne Leeren kaschiert,
hat er erneut in den Topf gegriffen: Der Vergleich homosexueller
Partnerschaften mit perversen markiert einen Tiefpunkt und hat mit
einer Wertung pro oder contra Homosexuellen-Ehe nichts mehr zu tun.
Ebenso wenig wie mit jenem Auftreten, das man sich von einem
Volksanwalt zu erwarten hat. Keiner von Stadlers Kollegen oder
Vorgängern in diesem Amt hat trotz Herkunft aus einer Partei auch nur
ansatzweise derart dauerhaft jene natürliche Grenze gebrochen, die
sich zwischen Parteipolitik und Volksanwaltschaft einfach auftut.
Dieser Diskreditierung einer Institution im Interesse der Bürger
muss, mangels Einsicht Stadlers, durch eine rasche Absetzbarkeit von
Volksanwälten ein Ende gesetzt werden.
Stadler hat in der Volksanwaltschaft nichts mehr verloren - und das
noch ganz abgesehen von der gleichfalls nötigen inhaltlichen Wertung
seines jüngsten Ergusses: Eine Politik, deren intellektueller
Horizont sich immer wieder nur auf Ausgrenzung - sei's von
Homosexuellen, sei's von Ausländern - beschränkt, ist die eigentliche
Perversion.
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
http://www.volksblatt.at
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB






