- 15.11.2005, 13:17:53
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Plassnik "Auf Basis des Dreijahresprogramm 2005-2007 wird Österreich seinen Kampf gegen die weltweite Armut weiter verstärken"
Dreijahresprogramm 2005-2007 heute im Ministerrat beschlossen
Wien (OTS) - "Das Dreijahresprogramm 2005-2007, das heute im
Ministerrat beschlossen wurde, sieht vor, dass Österreich in den
kommenden Jahren bedeutend mehr für die Entwicklungszusammenarbeit
leisten wird. Bereits 2005 und 2006 wird das EU-weite Barcelona-Ziel
von 0,33 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) für
Entwicklungshilfe klar übertroffen. Denn der Kampf gegen die
weltweite Armut, die Förderung von Frieden, die Unterstützung von
Frauen und Randgruppen der Gesellschaften in den Entwicklungsländern
ist für mich ein ganz wichtiges außenpolitisches Anliegen", sagte
Außenministerin Ursula Plassnik.
Plassnik dankte an dieser Stelle auch den österreichischen
Nichtregierungsorganisationen für ihren Einsatz und die bewährte
Zusammenarbeit. "Die österreichischen Nichtregierungsorganisationen,
aber auch die zahlreichen Vereine und vielen privaten Initiativen
sind wichtige Partner im Kampf gegen die weltweite Armut. Mit
Idealismus und Professionalität können wir gemeinsam wichtige
Fortschritte für unsere Partner in den Entwicklungsländern erzielen",
sagte die Außenministerin.
Das Dreijahresprogramm 2005-2007 berücksichtigt umfassend die
internationalen Zielsetzungen und strategischen Ausrichtungen der
UNO, EU und internationaler Finanzinstitutionen. "Mir ist es wichtig,
dass die internationale Staatengemeinschaft ihre Programme und Ziele
gut aufeinander abstimmt. Die UN-Millenniumsziele sind dabei unsere
konkrete, gemeinsame Richtschnur", sagte die Außenministerin.
Das Hauptaugenmerk der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
richtet sich auf die am wenigsten entwickelten Länder, insbesondere
in Afrika. Dabei stehen Anstrengungen in den Bereichen gute
Regierungsführung, Achtung der Menschenrechte, Konfliktvermeidung,
Aufbau von Institutionen an vorderer Stelle.
"Die Förderung von Frauen und Mädchen ist für mich ein besonders
wichtiges Anliegen. Dies beginnt bei der Bildung. Nach Angaben der
UNO sind von den rund 780 Millionen Analphabeten 500 Millionen
Frauen. Die Verwirklichung der allgemeinen Grundschulausbildung für
beide Geschlechter ist daher eines der ganz konkreten
Millenniumsziele, das besondere Bedeutung hat. Frauen spielen auch
eine wesentliche Rolle in den Bereichen Konfliktbewältigung und
Wiederaufbau. Sie wissen aus ihren täglichen, praktischen Erfahrungen
am besten, was ihre Gesellschaften brauchen. Die verstärkte
Einbindung von Frauen in politische Entscheidungsprozesse ist daher
ein wichtiges Anliegen der österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit", sagte die Außenministerin.
Die Außenministerin verwies weiters darauf, dass Österreich im
Rahmen des EU-internen Fahrplanes seine Mittel für die
Entwicklungshilfe bis 2010 auf 0,51 Prozent des BNE anheben sowie bis
2015 das UN-Ziel von 0,7 Prozent des BNE für Entwicklungshilfe
erreichen werde. "Das bedeutet für Österreich mehr als eine
Verdoppelung der finanziellen Mittel für die
Entwicklungszusammenarbeit bis 2010", unterstrich Außenministerin
Plassnik.
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