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Neues Volksblatt: "Konservativ" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 14. November 2005
Linz (OTS) - Dass SPÖ-Klubchef Josef Cap die Distanzierung der
Grünen von der ÖVP "nicht sehr glaubwürdig" erscheint, hat einen
einfachen Grund: Es fehlte ihm vermutlich die im selben Atemzug
ausgesprochene explizite grüne Hinwendung zur SPÖ. Letztlich sind das
freilich Geplänkel, an die sich nach der Wahl niemand mehr erinnern
will. Es liegt am Wähler, die neue Regierungskonstellation zu
bestimmen, und nicht an Parteitagen oder Kongressen ein Jahr vor der
Wahl.
Bemerkenswerter am Konvent der Grünen ist ohnehin, mit wie wenig
personeller Innovation die Kandidatenreihung auf der Bundesliste
gestaltet wurde. Ohne den AK-Budgetexperten Bruno Rossmann auf dem
sicheren Listenplatz sechs wäre überhaupt alles beim Alten geblieben.
Freilich: Ob ein kluger Finanzkopf ein breitenwirksames Signal ist,
ist grundsätzlich Problem der Grünen, darf aber zumindest in Frage
gestellt werden. Die Kreise der medialen Selbstdarsteller auf
benachbarten Listenplätzen wie Eva Glawischnig oder Peter Pilz dürfte
er jedenfalls kaum stören.
Eigentlich alles ganz schön strukturkonservativ, was da passiert.
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