Neues Volksblatt: "Kopfwäsche" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 7. November 2005

Linz (OTS) - Alle fünf Jahre müssen die Bischöfe im Rahmen der so genannten >=Ad-limina-Besuche" - zurückgehend auf die Pilgerfahrt zu den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus in Rom, auf lateinisch "Visitatio ad liminium Apostulorum" - im Vatikan antreten, um über die Situation in ihren Bistümern zu berichten.
Den Besuch der österreichischen Bischöfe nutzte Papst Benedikt XVI., um ihnen und uns allen ordentlich ins Gewissen zu reden. Der Papst beklagte die fortschreitende Säkularisierung, die Oberflächlichkeit im Glauben, Mängel bei der Glaubensunterweisung, und er forderte die Bischöfe auf, Priestern und Gläubigen ein Vorbild zu sein und "Gottes Wort in aller Klarheit darzulegen - auch in jenen Punkten, die man meist weniger gern hört ..."; was sehr nach "Schluss der Debatte!" über Zölibat, Frauenpriestertum und andere Streitthemen klingt. Natürlich war das keine Kopfwäsche für die Österreicher allein, anderswo gibt es die gleichen Probleme. Der Heilige Vater hat aber unmissverständlich klar gemacht, wo er die Schwerpunkte haben möchte:
nicht im Diskutieren, sondern in der Verkündigung des Glaubens.

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