- 21.10.2005, 12:55:58
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Plassnik: "Schätze konstruktive Rolle Ägyptens für Nahost-Frieden"
Enger Dialog während der österreichischen EU-Präsidentschaft
Wien (OTS) - "Ägypten hat eine herausragende Rolle im Nahen Osten
und in der gesamten Region," sagte Außenministerin Ursula Plassnik
nach dem Arbeitsgespräch mit dem ägyptischen Außenminister Ahmed
Aboul Gheit. "Der enge Meinungsaustausch mit meinem Amtskollegen ist
im Hinblick auf die österreichische EU-Präsidentschaft besonders
wertvoll. Wir sind uns einig, diesen Dialog auf allen Ebenen
fortzusetzen."
Im Mittelpunkt des Gespräches standen die bevorstehende
österreichische EU-Präsidentschaft, in diesem Zusammenhang besonders
die Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten und die Europäische
Nachbarschaftspolitik, sowie bilaterale Themen. Die Beziehungen
zwischen Österreich und Ägypten seien ausgezeichnet, das Arbeitsklima
vertrauensvoll.
Die ägyptische Diplomatie sei in verschiedenen Schlüsselpositionen
sehr aktiv. Als Beispiele nannte die Außenministerin den
Generalsekretär der IAEO El Baradei sowie Amre Moussa, der sich als
Generalsekretär der Arabischen Liga derzeit in Bagdad für die
Verständigung und Einbeziehung aller Bevölkerungsgruppen engagiert.
"Ich sehe die konstruktive Rolle Ägyptens, ebenso wie den Einsatz
des Nahost-Quartetts, als wichtigen Beitrag zum Friedensfahrplan", so
Plassnik. "Wichtigste Ziele sind die Verbesserung der
Lebensbedingungen der Bevölkerungen, der wirtschaftliche Wiederaufbau
von Gaza und die Stärkung des gegenseitigen Vertrauens. Israel müsse
ermutigt werden, Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Österreich und die
EU unterstützen den Prozess nicht nur finanziell sondern ganz konkret
etwa beim Aufbau rechtsstaatlicher palästinensischer Strukturen. Das
gemeinsame Ziel sind zwei lebensfähige Staaten, Israel und Palästina,
die Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben", erklärte die
Außenministerin.
Nach ihrem jüngsten Gespräch am Rande der 60.
UNO-Generalversammlung in New York setzten die Außenminister ihren
Dialog über aktuelle Themen fort: Kampf gegen Terrorismus,
Entwicklungen im Iran, Irak, Libanon, Syrien und im Sudan sowie den
Barcelona Prozesses der Europäischen Union mit den
Mittelmeeranrainerstaaten. Dieser stellt ein einzigartiges Format der
Zusammenarbeit zwischen der EU, arabischen Staaten und Israel dar und
feiert heuer sein 10-jähriges Jubiläum.
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