• 21.10.2005, 11:00:34
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Gemeinnützige Wohnungswirtschaft - Preisvorteile und Wohnsicherheit bei den Gemeinnützigen

Wien (OTS) - "Wenn sich das kostenbewusste Wirtschaften der
Gemeinnützigen mit den günstigen Finanzierungsbedingungen der
Wohnbauförderung verbindet so resultieren daraus Mieten, die auch für
Jungfamilien erschwinglich sind", stellte heute Mag. Karl Wurm,
Obmann des Dachverbandes der Gemeinnützigen zu einer kürzlich
veröffentlichten Studie der Arbeiterkammer (AK) fest.

Darin wurden nach Befragung von jungen Arbeitnehmerhaushalten in
Wien, Linz, Graz, Salzburg und Innsbruck für Gemeindewohnungen und
Mietwohnungen gemeinnütziger Bauvereinigungen (in der Studie als
"Genossenschaftswohnung" bezeichnet) klare Preisvorteile gegenüber
den Wohnungen privater Anbieter verzeichnet: 5,28 Euro pro
Quadratmeter und Monat stehen für Gemeindewohnungen zu Buche, bei den
Gemeinnützigen sind es 5,73 Euro, im privaten Sektor 7,05 Euro.

"Beachtliche Kostenvorteile bleiben auch erhalten, wenn man
allfällige Finanzierungsbeiträge auf die laufende Miete anrechnet",
kontert GBV-Obmann Wurm relativierende Interpretationen der
Kostendifferenzen durch Vertreter der als teurer ausgewiesenen
privaten und gewerblichen Wohnungsanbieter. Dahinter stehe nämlich
"das System der sozialen Verantwortung der Gemeinden sowie der
Wohnbauförderung und die Kostengestaltung des gemeinnützigen
Wohnbaus".

Die Förderung ermöglicht eine starke Reduktion der
Finanzierungskosten im Neubau und bei der Sanierung. Die Bindung der
Mieten nach dem Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz (WGG) bewirkt
Preisdisziplin bei neu- und wiedervermieteten Wohnungen. Daraus
resultiere nicht nur eine Entlastung des einzelnen Mieters sondern
auch ein geringerer Anstieg des Mietenniveaus insgesamt, als es bei
"Übertragung der Kostenlogik des privaten Bereichs mit starken
Mietanhebungen bei der Wiedervermietung der Fall wäre".

Durch die Vermögensbindung verfügen die Gemeinnützigen auch über
eine bessere Eigenkapitalausstattung als private Vermieter, was
höhere Bonität und damit bessere Konditionen für Bankdarlehen zur
Folge hat. Diese Zinsvorteile drücken die Finanzierungskosten im
Neubau und der Sanierung und kommen den Kunden der GBV zu Gute. "Die
Wohnungsgemeinnützigkeit hat sich damit nachweisbar nicht nur als
wohnkostenstabilisierendes Element, sondern auch als Inflationsbremse
erwiesen", betont Karl Wurm.

Der Wohnungsbau ist - so Wurm - nicht zuletzt durch die Reduktion
der bauwirksamen Mittel aus der Wohnbauförderung in den letzten
Jahren rückläufig. Die Gesamtwohnbauleistung von 40.000 Wohnungen pro
Jahr bleibe hinter dem Bedarfsniveau von 47.000 Einheiten zurück:
"Mit jährlich rd. 14.000 Neubauwohnungen und 19.000 preisgünstigen
Wohnungen, die bei einer Fluktuationsrate von 4 Prozent aus dem
Bestand von 475.000 Einheiten für eine Wiedervermietung zur Verfügung
stehen, können die Gemeinnützigen auch dazu beitragen, den Preisdruck
durch die sich öffnende Schere von Angebot und Nachfrage zu mildern".

Zumindest so wichtig wie die Leistbarkeit der Wohnung sei aber
auch die Sicherheit beim Wohnen, ergänzt GBV-Obmann Karl Wurm.
Wohnungssuchenden, darunter natürlich viele Jungfamilien, werden am
Markt heute immer öfter befristete Mietverträge angeboten. "Bei den
Gemeinnützigen ist das unbefristete Mietverhältnis die Regel. Wer bei
uns wohnt kann sich sicher fühlen, ein ganzes Wohn-Leben lang".

Rückfragehinweis:
Mag. Karl Wurm
Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen
Tel.: 01/ 401 09 / DW 10

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