Gemeinnützige Wohnungswirtschaft - Preisvorteile und Wohnsicherheit bei den Gemeinnützigen

Wien (OTS) - "Wenn sich das kostenbewusste Wirtschaften der Gemeinnützigen mit den günstigen Finanzierungsbedingungen der Wohnbauförderung verbindet so resultieren daraus Mieten, die auch für Jungfamilien erschwinglich sind", stellte heute Mag. Karl Wurm, Obmann des Dachverbandes der Gemeinnützigen zu einer kürzlich veröffentlichten Studie der Arbeiterkammer (AK) fest.

Darin wurden nach Befragung von jungen Arbeitnehmerhaushalten in Wien, Linz, Graz, Salzburg und Innsbruck für Gemeindewohnungen und Mietwohnungen gemeinnütziger Bauvereinigungen (in der Studie als "Genossenschaftswohnung" bezeichnet) klare Preisvorteile gegenüber den Wohnungen privater Anbieter verzeichnet: 5,28 Euro pro Quadratmeter und Monat stehen für Gemeindewohnungen zu Buche, bei den Gemeinnützigen sind es 5,73 Euro, im privaten Sektor 7,05 Euro.

"Beachtliche Kostenvorteile bleiben auch erhalten, wenn man allfällige Finanzierungsbeiträge auf die laufende Miete anrechnet", kontert GBV-Obmann Wurm relativierende Interpretationen der Kostendifferenzen durch Vertreter der als teurer ausgewiesenen privaten und gewerblichen Wohnungsanbieter. Dahinter stehe nämlich "das System der sozialen Verantwortung der Gemeinden sowie der Wohnbauförderung und die Kostengestaltung des gemeinnützigen Wohnbaus".

Die Förderung ermöglicht eine starke Reduktion der Finanzierungskosten im Neubau und bei der Sanierung. Die Bindung der Mieten nach dem Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz (WGG) bewirkt Preisdisziplin bei neu- und wiedervermieteten Wohnungen. Daraus resultiere nicht nur eine Entlastung des einzelnen Mieters sondern auch ein geringerer Anstieg des Mietenniveaus insgesamt, als es bei "Übertragung der Kostenlogik des privaten Bereichs mit starken Mietanhebungen bei der Wiedervermietung der Fall wäre".

Durch die Vermögensbindung verfügen die Gemeinnützigen auch über eine bessere Eigenkapitalausstattung als private Vermieter, was höhere Bonität und damit bessere Konditionen für Bankdarlehen zur Folge hat. Diese Zinsvorteile drücken die Finanzierungskosten im Neubau und der Sanierung und kommen den Kunden der GBV zu Gute. "Die Wohnungsgemeinnützigkeit hat sich damit nachweisbar nicht nur als wohnkostenstabilisierendes Element, sondern auch als Inflationsbremse erwiesen", betont Karl Wurm.

Der Wohnungsbau ist - so Wurm - nicht zuletzt durch die Reduktion der bauwirksamen Mittel aus der Wohnbauförderung in den letzten Jahren rückläufig. Die Gesamtwohnbauleistung von 40.000 Wohnungen pro Jahr bleibe hinter dem Bedarfsniveau von 47.000 Einheiten zurück:
"Mit jährlich rd. 14.000 Neubauwohnungen und 19.000 preisgünstigen Wohnungen, die bei einer Fluktuationsrate von 4 Prozent aus dem Bestand von 475.000 Einheiten für eine Wiedervermietung zur Verfügung stehen, können die Gemeinnützigen auch dazu beitragen, den Preisdruck durch die sich öffnende Schere von Angebot und Nachfrage zu mildern".

Zumindest so wichtig wie die Leistbarkeit der Wohnung sei aber auch die Sicherheit beim Wohnen, ergänzt GBV-Obmann Karl Wurm. Wohnungssuchenden, darunter natürlich viele Jungfamilien, werden am Markt heute immer öfter befristete Mietverträge angeboten. "Bei den Gemeinnützigen ist das unbefristete Mietverhältnis die Regel. Wer bei uns wohnt kann sich sicher fühlen, ein ganzes Wohn-Leben lang".

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Mag. Karl Wurm
Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen
Tel.: 01/ 401 09 / DW 10

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