• 20.10.2005, 09:20:48
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Plassnik: Eine Brücke in die Zukunft

Von Zwangsarbeiterentschädigung zu Toleranzerziehung

Wien (OTS) - "Wir gehen im neuen Jahrhundert an schwierige Fragen
mit einem neuen Bewusstsein heran. Wir scheuen schmerzliche
Erkenntnisse über die Vergangenheit nicht, sondern geben sie unserer
Jugend mit auf den Weg. Von den Anstrengungen der Bundesregierung
zugunsten der Zwangsarbeiter der NS-Zeit bauen wir mit dem
Zukunftsfonds eine Brücke in das Morgen." Mit diesen Worten begrüßte
Außenministerin Ursula Plassnik den Beschluss des Nationalrats auf
Ansiedlung des "Zukunftsfonds" im Außenministerium.

Der Zukunftsfonds werde mit rund - 20 Millionen Projekte und
wissenschaftliche Arbeiten im Interesse und im Gedenken an die Opfer
des Nazi-Regimes fördern, der Erinnerung an die Bedrohung durch
totalitäre Systeme und Gewaltherrschaften dienen und die
Restabwicklung der Aufgaben des Versöhnungsfonds durchführen. "Wir
werden damit die Arbeiten im Geiste der Versöhnung weiter
vorantreiben," so Plassnik.

"Ich sehe diesen Fonds als Brücke in die Zukunft. Toleranz und
Nicht-Diskriminierung sind die Grundvoraussetzungen, dass jeder
seinen geschützten Platz in der Gesellschaft hat und sich in Freiheit
und Sicherheit verwirklichen kann," sagte die Außenministerin. Wissen
und Bewusstsein über die Schrecken der Vergangenheit und die
Erziehung zur Toleranz seien Voraussetzung für eine sichere Zukunft.

Die Schaffung des Zukunftsfonds ist Teil einer Paketlösung für die
Verwendung von ungenützten Mitteln aus der Dotierung des
Versöhnungsfonds für ehemalige Zwangsarbeiter. Die Verwendung dieser
Mittel durch einen Zukunftsfonds beruht auf einem Beschluss des
international zusammengesetzten Kuratoriums des Versöhnungsfonds vom
Dezember 2004.

"Ich möchte an dieser Stelle Maria Schaumayer, Ludwig Steiner,
Richard Wotava und Hans Winkler meine größte Wertschätzung für ihre
Leistungen und ihre Dienste an Österreich zum Ausdruck bringen. Sie
haben durch ihre Arbeiten für den Versöhnungsfonds bewiesen, dass man
mit viel menschlichem und politischem Engagement sehr viel Positives
bewirken kann," so Plassnik abschließend.

Rückfragehinweis:

Außenministerium
   Presseabteilung
   Tel.: (++43-5) 01150-3262
   Fax: (++43-5) 01159-213
   mailto:[email protected]
   http://www.aussenministerium.at

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