• 17.10.2005, 14:07:32
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  • OTS0189 OTW0189

Silhavy fordert Investitionen zur Schaffung von Arbeitsplätzen

Wien (SK) - Arbeitslosigkeit ist in Österreich die Armutsfalle
schlechthin. Nahezu 40 Prozent aller Menschen, die länger als ein
Jahr ohne Arbeit sind, gelten als armutsgefährdet. Deutlich wird dies
auch durch den enormen Anstieg jener Personen, die in der Sozialhilfe
Kurzzeitunterstützungen bzw. Aushilfen beziehen. "Dies sind
Menschen", erklärte SPÖ-Sozialsprecherin Heidrun Silhavy, "die trotz
Arbeit oder einer Transferleistung ihr Leben von diesem Einkommen
nicht fristen können. Sowohl McJobs als auch eine extrem geringe
Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld bzw. der Notstandhilfe führen
zu dieser Entwicklung." ****

Die Regierung habe sich im Bereich der EU verpflichtet, gegen
Armut und soziale Ausgrenzung aktiv zu werden. Die Bilanz sei leider
genau umgekehrt, Armut und Armutsgefährdung steigen unter dieser
Regierung stetig an, stellte die SPÖ-Sozialsprechern fest.

Daher forderte Silhavy einerseits eine Verbesserung der Qualität
von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, damit sie auch tatsächlich den
Wiedereinstieg in das Berufsleben ermöglichen. Sie kritisierte in dem
Zusammenhang das Kombilohn-Modell als kontraproduktiv, da es McJobs
fördert.

"Gefragt sind kreative Modelle durchaus auch durch Projekte oder
eine 'Aktion 10.000', die die Schaffung von 10.000 Arbeitsplätzen in
gesellschaftlich erwünschten und notwendigen Tätigkeitsbereichen zum
Ziel haben", so die SPÖ-Sozialsprecherin. Gleichzeitig bedarf es aber
auch einer Offensive für öffentliche Investitionen und eine
Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen, wie die SPÖ seit
geraumer Zeit fordert, schloss Silhavy. (Schluss) wf/mp

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

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