• 17.10.2005, 12:29:15
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Stadlbauer zu europaweitem Aktionstag für das Recht auf Abtreibung: Radikalisierung der Fanatiker in Österreich bemerkbar

SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin fordert bundesweite Schutzzonenregelung

Wien (SK) - Anlässlich des europaweiten Aktionstages für das Recht
auf Abtreibung am 18. Oktober, fordert Nationalratsabgeordnete und
SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer eine bundesweite
Schutzzonenregelung vor Kliniken. In letzter Zeit sei eine verstärkte
Radikalisierung von "fanatischen Abtreibungsgegnern zu bemerken, die
nicht davor zurück schrecken betroffene Frauen verbal zu attackieren
und zu bedrohen", so Stadlbauer am Montag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. ****

Die zuständigen Ministerinnen Gastinger und Prokop glauben die
Thematik beiseite schieben zu können, das sei verantwortungslos,
meinte Stadlbauer. In Frankreich sei es beispielsweise möglich, den
Psychoterror der Abtreibungsgegner mit hohen Geldstrafen bzw. sogar
Gefängnis zu sanktionieren. Das Gesetz in Frankreich verbiete
Drohungen und jegliche Akte der Einschüchterung von Patientinnen, die
einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen, von ÄrztInnen und des
Pflegepersonals, so Stadlbauer.

"Als Organisation können wir uns gegen die wüsten Beschimpfungen
der Abtreibungsgegner besser zur Wehr setzen, " so Stadlbauer. Gegen
die Gruppe "Jugend für das Leben" sei da von der Rechtsanwaltskanzlei
des SPÖ-Justizsprechers Johannes Jarolim eingebrachten Klage in
erster Instanz stattgegeben worden. Aber zum Schutz von betroffenen
Frauen, seien unbedingt österreichweite Sicherheitsmaßnahmen
notwendig.

Der Psychoterror der Abtreibungsgegner kann medizinische
Komplikationen mit sich bringen, und stelle daher für die betroffenen
Frauen eine gesundheits- sowie unter Umständen Lebensbedrohung dar,
meinte Stadlbauer. Es sei daher unverantwortlich, dass die
Ministerinnen Gastinger und Prokop glauben, hier nicht aktiv werden
zu müssen. Zum europaweiten Aktionstag, der anlässlich des "Hearing
on Abortion" im Europaparlament stattfindet, erhofft sich Stadlbauer
eine Umsetzung der Forderung nach Schutzzonen in ganz Österreich.

Von der Frauenministerin Rauch-Kallat dürfen sich betroffene
Frauen in dieser Thematik wie immer überhaupt keine Unterstützung
erwarten, so Stadlbauer. Rauch-Kallat verwende die Gelder ihres
Ministeriums im Gegenteil für die Unterstützung von
Abtreibungsgegnern, wie die Subvention des Fernsehspots der Gruppe
Lebensbewegung gezeigt habe, so Stadlbauer abschließend. (Schluss)
up/mp

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

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