• 14.10.2005, 11:48:24
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Weltlandfrauentag: Frauen in Entwicklungsländern brauchen Verbündete

Stärkere Berücksichtigung der Landfrauen bei Umsetzung der UN-Millenniumsziele

Wien (AIZ) - "Mehr als eine Milliarde Menschen leben von weniger
als einem Euro pro Tag. Frauen am Land sind von der Armut besonders
betroffen, denn sie sind für die Versorgung ihrer Familien
verantwortlich. Wird ihre Situation verbessert, steigen die Chancen
einer gesicherten Existenz der gesamten Familie. Umso notwendiger
sind daher wirkungsvolle Projekte in den Entwicklungsländern, die zur
Verbesserung der Lebensbedingungen der Landfrauen beitragen", stellt
Aloisia Fischer, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Österreichische
Bäuerinnen in der Landwirtschaftskammer Österreich, anlässlich des
Weltlandfrauentages am 15.10. fest.

Landfrauen sind das Rückgrat der Gesellschaft und Wirtschaft

"Rund 70% der Armen leben in ländlichen Gebieten. Der Weg aus der
Armut und aus dem Hunger führt über den ländlichen Raum und speziell
über die Landfrauen. Denn sie sind es, die den Großteil der
Nahrungsmittelerzeugung sichern. Sie produzieren und vermarkten aber
nicht nur Lebensmittel, sondern engagieren sich auch in den Dörfern
im sozialen und kulturellen Bereich und tragen so zur Stabilität des
ländlichen Raumes weltweit bei", gab Fischer zu bedenken.

"Die Frauen in den Entwicklungsländern brauchen Verbündete, die
verstärkt für ihre Anliegen eintreten. Ohne wirksame Unterstützung
der Landfrauen ist keine dauerhafte Verringerung beziehungsweise eine
Halbierung der weltweiten Armut bis 2015 möglich", forderte die
Bundesbäuerin eine stärkere Berücksichtigung der Frauenanliegen bei
der Umsetzung der UN-Millenniumsziele.

Dem Weltlandfrauenverband gehören bereits über 300 Organisationen
mit insgesamt rund 9 Mio. Mitgliedsfrauen aus 68 Ländern an. Der
Weltlandfrauentag wurde 1995 bei der UNO-Welt-Frauenkonferenz in
Beijing, China, als Welttag jährlich am 15.10. ins Leben gerufen, mit
dem Ziel, den internationalen Austausch und das Verständnis zwischen
Landfrauen aller Nationen zu fördern.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533-18-43, mailto:[email protected]
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

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