Weltlandfrauentag: Frauen in Entwicklungsländern brauchen Verbündete

Stärkere Berücksichtigung der Landfrauen bei Umsetzung der UN-Millenniumsziele

Wien (AIZ) - "Mehr als eine Milliarde Menschen leben von weniger
als einem Euro pro Tag. Frauen am Land sind von der Armut besonders betroffen, denn sie sind für die Versorgung ihrer Familien verantwortlich. Wird ihre Situation verbessert, steigen die Chancen einer gesicherten Existenz der gesamten Familie. Umso notwendiger sind daher wirkungsvolle Projekte in den Entwicklungsländern, die zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Landfrauen beitragen", stellt Aloisia Fischer, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen in der Landwirtschaftskammer Österreich, anlässlich des Weltlandfrauentages am 15.10. fest.

Landfrauen sind das Rückgrat der Gesellschaft und Wirtschaft

"Rund 70% der Armen leben in ländlichen Gebieten. Der Weg aus der Armut und aus dem Hunger führt über den ländlichen Raum und speziell über die Landfrauen. Denn sie sind es, die den Großteil der Nahrungsmittelerzeugung sichern. Sie produzieren und vermarkten aber nicht nur Lebensmittel, sondern engagieren sich auch in den Dörfern im sozialen und kulturellen Bereich und tragen so zur Stabilität des ländlichen Raumes weltweit bei", gab Fischer zu bedenken.

"Die Frauen in den Entwicklungsländern brauchen Verbündete, die verstärkt für ihre Anliegen eintreten. Ohne wirksame Unterstützung der Landfrauen ist keine dauerhafte Verringerung beziehungsweise eine Halbierung der weltweiten Armut bis 2015 möglich", forderte die Bundesbäuerin eine stärkere Berücksichtigung der Frauenanliegen bei der Umsetzung der UN-Millenniumsziele.

Dem Weltlandfrauenverband gehören bereits über 300 Organisationen mit insgesamt rund 9 Mio. Mitgliedsfrauen aus 68 Ländern an. Der Weltlandfrauentag wurde 1995 bei der UNO-Welt-Frauenkonferenz in Beijing, China, als Welttag jährlich am 15.10. ins Leben gerufen, mit dem Ziel, den internationalen Austausch und das Verständnis zwischen Landfrauen aller Nationen zu fördern.
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