• 13.10.2005, 13:29:28
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Räume für die Zukunft: Neue GPA-Zentrale am Alfred Dallinger Platz eröffnet

Katzian: Konzepte und Räume zur Gestaltung der Zukunft

Wien (GPA/ÖGB) - Die neue Zentrale der Gewerkschaft der
Privatangestellten (GPA) wurde heute im Beisein von Bürgermeister
Michael Häupl und ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch feierlich
eröffnet. Der Platz vor dem Haus ist nach dem früheren Sozialminister
Alfred Dallinger benannt.++++

GPA-Vorsitzender Wolfgang Katzian hob in seiner Eröffnungsrede die
Notwendigkeit der offenen Kommunikation hervor, für die das neue Haus
beste Voraussetzungen bietet. "Ich wünsche mir ein Haus des
Gesprächs, der Kommunikation mit Tiefgang und auch der Streitkultur",
so Katzian. Das Haus sollte eines sein, in dem die Konzepte zur
Gestaltung der Zukunft ihren Ausgang finden, in dem Visionen Realität
werden. "Wir leben heute auch in einer Zeit des Umbruchs, in der sich
viele neue Möglichkeiten des politischen Eingreifens und Gestaltens
auftun. Vieles ist in Fluss geraten, alte Gewissheiten, politische
Lager und Strukturen lösen sich auf - genau in solchen Zeiten werden
sich jene Kräfte durchsetzen, die schon heute die Zukunft
vorwegnehmen. Die Zukunft liegt aber nicht im Zurück zu den scheinbar
alten Gewissheiten. Die GPA ist eine Gewerkschaft mit modernen
Strukturen, eine Gewerkschaft, die sich selbst verändert hat und ein
großes kreatives Potential besitzt. Ob wir zu jenen Kräften gehören,
die Zukunft gestalten, ist keine ausgemachte Sache, es hängt
letztendlich von uns selber ab. Eines ist aber sicher: Überall dort,
wo Gewerkschaften verboten, mundtot, bedeutungslos sind, geht es den
arbeitenden Menschen schlechter. Also erkämpfen wir gemeinsam die
politischen Räume der Zukunft", unterstrich der GPA-Vorsitzende

ÖGB-Präsident Verzetnitsch betonte, dass die Gewerkschaft der
Privatangestellten ein wesentlicher Teil des ÖGB sei. Ein neues Haus
sei zwar kein Garant dafür, dass die neuen Herausforderungen
bewältigt werden, es sei aber eine wichtige Basis dafür,
entsprechende Konzepte zu entwickeln, um Politik zu beeinflussen und
nicht von anderen beeinflusst zu werden.

Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl strich die enge
Verbundenheit der Stadt Wien mit der Gewerkschaft der
Privatangestellten hervor, die er als eine Organisation sieht, die
sich den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellt. "Es geht in
der Politik um die konkreten Lebensbedingungen der Menschen. Jene,
die an der Lösung dieser Probleme interessiert sind, müssten in einem
partnerschaftlichen Miteinander zueinander finden. Diese Partner auf
dem Weg ins 21. Jahrhundert müssten allen reaktionären und
rassistischen Kräften entschieden entgegen treten", so der Wiener
Bürgermeister

Das Gebäude wurde in einer Bauzeit von zwei Jahren auf dem Areal
des ehemaligen Mautner-Markhof’schen Kinderspitals von der Kleingasse
Projekterrichtungs GmbH errichtet. Als Architekten wurde das Büro
Coop-Himmelb(l)au beauftragt. Der Bau besteht aus einem Wohnhaus mit
82 Einheiten und einem Bürohaus mit 12.000 Quadratmeter Bürofläche.
Für die Baumeisterarbeiten ist die Firma Dyckerhoff & Widmann
verantwortlich.

Die Gewerkschaft der Privatangestellten ist als Mieterin mit 200
MitarbeiterInnen in die vier unteren Geschosse des Bürohauses
eingezogen. Die oberen drei Etagen wird im Dezember das BFI-Wien
beziehen. Im Erdgeschoss befindet sich eine große Beratungszone der
Regionalgeschäftsstelle Wien sowie ein von einem externen Betreiber
geführtes Veranstaltungszentrum mit einem Saal, der bis zu 400
Personen Platz bietet sowie eine Cafeteria. Einzelne Bauteile treten
aus der Fassadenfläche plastisch hervor und ermöglichen neben einer
besseren Ausnutzung von Tageslicht auch eine Optimierung der internen
Funktionsabläufe.

Die Büroräume sind flexibel gestalt- und veränderbar. Es wurden
auch zahlreiche offene Kommunikationsräume eingeplant. Die Büros sind
nach dem Prinzip der kurzen Wege angelegt. In allen Etagen befinden
sich mit modernster Technik ausgestatte Besprechungszimmer.

Das Haus hat eine ideale verkehrsmäßige Anbindung sowohl für den
öffentlichen als auch für den privaten Verkehr. Die U3-Station
Schlachthausgasse befindet sich direkt vor dem Gebäude. Weiters
befinden sich die Endstation der Straßenbahnlinie 18 sowie einige
Buslinien in unmittelbarer Nähe. Mit dem Auto ist das Haus über die
Südosttangente (Abfahrt Zentrum) bzw. über die Erdberger Lände
erreichbar.

ÖGB, 13. Oktober
2005
Nr. 578

Rückfragehinweis:

GPA
   Mag. Martin Panholzer
   Telefon: (01) 313 93-511
   Mobil: 0676/817 111 511
   eMail: [email protected]
   http://www.gpa.at

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