• 11.10.2005, 20:43:56
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Neues Volksblatt: "E-Card" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 12. Oktober 2005

Linz (OTS) - Mit Umfragen ist das immer so eine Sache. Wer
schlecht aussteigt, findet naturgemäß immer ein Haar in der Suppe,
wird etwas gelobt, dann heißt es oft, der Auftraggeber hat sich das
Ergebnis bestellt. Trotzdem: Was hätten Patienten, die die E-Card
schon verwenden und jetzt auch loben davon, nicht die Wahrheit zu
sagen? Also glauben wir einfach, dass der Grad der Zufriedenheit
tatsächlich so hoch ist. Und Hand aufs Herz: Wer schon einmal den
Quartalswechsel übersehen und keinen neuen Krankenschein abgegeben
hat, der weiß, wie praktisch eigentlich der Griff zur Karte im
Geldtascherl ist.
Dass die Einführung eines komplexen EDV-Systems nicht problemlos
laufen kann, ist klar. Nicht einmal der PC daheim läuft immer
reibungslos, Systemabstürze in EDV-Netzen sind keine Seltenheit.
Daher jetzt schon zu sagen, dass die E-Card ein Flop ist, kann nur
einer gewissen Technologieskepsis zugeschrieben werden. Da passt es
ins Bild, dass die Wiener Ärzteschaft besonders kritisch ist. Wenn
erst 60 Prozent der Ordinationen überhaupt mit EDV ausgestattet sind,
bedeutet das einen doppelten Umstellungsprozess.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
http://www.volksblatt.at

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