- 11.10.2005, 13:20:54
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Leitl und Götz: 200 Post.Partner in Österreich - ein rot-weiß-rotes Erfolgsmodell
WKÖ-Präsident Leitl: "Sicherung der Nahversorgung mit starker Unterstützung des Handels" - Post-Direktor Götz: "Post.Partner hervorragende Alternative, die die Kunden schätzen"
Wien (PWK757) - "Post.Partner bringen allen etwas", freuen sich
Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, und
Herbert Götz, Vorstandsdirektor der Österreichischen Post AG. Sie
eröffneten heute, Dienstag, den 75. Post.Partner des Jahres 2005, der
von Adolf Donabaum in seinem "Nah & Frisch"-Geschäft in Rohrendorf
bei Krems in Niederösterreich betrieben wird.
"Nahversorgung bietet nicht nur Ware gegen Geld, sondern vor allem
menschliche Begegnung. Wo der Handel nicht funktioniert bzw. es keine
Kaufleute mehr gibt, dort ist die Gesellschaftsstruktur in Gefahr.
Kaufleute haben auch die Aufgabe, die Kommunikation zu ermöglichen,
Brücken zu schlagen - auch und gerade zur wachsenden Zahl von
älteren, nicht so mobilen Menschen. Darum gehört Nahversorgung
unterstützt und gefördert", betont Präsident Leitl.
Es gelte die Nahversorgung für die Bürger mit starker
Unterstützung des Handels sicherzustellen. Die Wirtschaft bringe mit
den qualifizierten Kaufleuten und Gewerbetreibenden, die die
Post.Partner in ganz Österreich betreiben, qualitativ und quantitativ
hochwertiges Know-How ein, so Leitl. "Post.Partner sind eine
hervorragende Alternative zu Postämtern, die aus wirtschaftlichen
Gründen nicht mehr weiter zu betreiben sind. Umfragen unter Kunden
beweisen das eindrucksvoll", führt Direktor Götz aus: Kunden schätzen
die in der Regel längeren Öffnungszeiten des Post.Partners, der
Post.Partner dürfe sich über höhere Kundenfrequenz und
Umsatzsteigerungen freuen, die Gemeinde profitiere durch den Erhalt
der Infrastruktur. "Post.Partner stellen eine Win-win-win-Situation
für alle Beteiligten dar", formuliert es Präsident Leitl.
Wie versprochen sei kein Postamt ersatzlos aufgelassen worden,
hält Götz fest. Die gefundenen Alternativen gewährleisteten für alle
Standorte adäquate Ersatzlösungen und damit eine flächendeckende
Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen. Der nun
eröffnete Post.Partner ist der 75., der heuer eröffnet wird.
Inklusive Post.Partnern - derzeit hält man bei 197, "mit drei
weiteren sind die Verhandlungen schon so weit fortgeschritten, dass
wir guten Gewissens sagen können: Wir halten österreichweit bei 200
Postpartnerschaften" (Leitl) - gibt es österreichweit mehr als 660
stationäre Lösungen für Orte ohne Postämter: Neben den Post.Partnern
sind das 361 Post.Servicestellen sowie 92 Post.Abholstellen. Darüber
hinaus wurden in jüngster Zeit zwei so genannte Post.Mobile ihrer
Bestimmung übergeben.
Der Wirtschaftskammer Österreich und der Post AG ist es auch ein
Anliegen, die Konditionen laufend sich ändernden Gegebenheiten
anzupassen und zu verbessern. So konnten im Zuge des Ausbaus der
Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Post nach konstruktiven
Verhandlungen zuletzt folgende Verbesserungen der Rahmenbedingungen
für Postpartnerschaften erzielt werden: Erhöhung des
Investitionszuschusses für Postpartner-Betriebe auf 85 Prozent,
Halbierung der Online-Gebühr sowie die Anbindung der
Provisionsgebühren, die Postpartner für erbrachte Leistungen
bekommen, an den Verbraucherpreisindex.
Als notwendige Maßnahmen zur Erhaltung der
Nahversorgungs-Infrastruktur, insbesondere im ländlichen Raum, sieht
Präsident Leitl:
* die Einbeziehung des Handels in Fördermodelle (österreichische und
solche der EU)
* eine gerechtere Umverteilung der Kommunalsteuer ("interkommunaler
Finanzausgleich")
* Anregung und Nutzung des Gestaltungspotenzials von Städten und
Gemeinden, beispielsweise in Bezug auf die Bereitstellung von
Parkraum oder einheitliche Öffnungszeiten, damit die Leute wissen: Da
haben die Geschäfte sicher offen.
* Abziehen der Raumordnungs-Zuständigkeit von den Gemeinden, Regelung
und Überwachung durch eine übergeordnete Instanz.
* Daraus muss konkret auch ein Mitspracherecht für Gemeinden, in
deren Nachbarschaft ein Einkaufszentrum errichtet werden sollen,
resultieren.
* Ausbau der Breitband-Infrastruktur und Förderung der Nutzung von
Breitband
Nahversorgung müsse eine Kopf- UND Herzensangelegenheit sein,
appelliert der WKÖ-Chef. Daher lädt die Bundessparte Handel am
Donnerstag, 13. Oktober, ab 9 Uhr in die WKÖ zur
Nahversorgungs-Enquete "Wir leben, wo wir kaufen. Wir kaufen, wo wir
leben". Bei der Veranstaltung mit hochrangigen Rednern und Gästen -
u.a. dem Metro-"Chefstrategen" Erich Greipl - werden die Ursachen für
die Gefährdung der Nahversorgung beleuchtet, Schwächen der
bestehenden Regelungen aufgezeigt und Lösungsansätze sicher auch
emotionsgeladen diskutiert werden. In der Folge sollen die
Ansatzpunkte für eine Lösung aufgearbeitet und in der ersten Hälfte
des kommenden Jahres als "Nahversorgungs-Sicherungspaket" präsentiert
werden. (JR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Stabsabteilung Presse Mag. Rupert Haberson Tel.: (++43) 0590 900-4362 Fax: (++43) 0590 900-263 mailto:[email protected] http://wko.at/Presse
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