St. Pölten Hbf: Der Kunde im Mittelpunkt des neuen Bahnhofskonzeptes

In der NÖ-Landeshauptstadt entsteht bis 2011 eine moderne Verkehrsdrehscheibe mit einer kundenorientierten Infrastruktur, einem umfangreichem Shopping-Angebot und neuen Vorplätzen

Wien (OTS) - Der neue Hauptbahnhof St. Pölten ist auf Schiene, die eisenbahnrechtliche Baugenehmigung liegt seit 4. Oktober vor. Bis 2011 entsteht in der jüngsten Landeshauptstadt Österreichs mit einem Investitionsvolumen von knapp 190 Mio. EUR eine moderne Verkehrsdrehscheibe im Herzen Niederösterreichs. Eine moderne Infrastruktur im Bahnsteigbereich, ein neues Bahnhofsgebäude mit umfassenden Einkaufsmöglichkeiten und zwei ansprechend gestaltete Vorplätze sind auf einen maximalen Kundennutzen ausgerichtet und werden einen Quantensprung in der Qualität für Reisende und Besucher des Bahnhofes bringen. Umgesetzt wird das Großprojekt von der ÖBB-Infrastruktur Bau AG.****

Kunde, Kunde, Kunde

"Ziel ist, den Wunsch der Kunden nach einem angenehmen Ambiente, nach kurzen und übersichtlichen Wegen zu den Zügen, Barrierefreiheit und einem umfassenden Shoppingangebot an diesem wichtigen Ort der Landeshauptstadt St. Pölten in einem zukunftsorientierten Bahnhofskonzept umzusetzen und raschest möglich Realität werden zu lassen", so der Vorstandssprecher der ÖBB-Holding AG, Martin Huber, in einer gemeinsamen Projektvorstellung mit Landeshauptmann Erwin Pröll heute, Dienstag.

Ausbau vorgezogen

"Der Ausbau wird um drei Jahre vorgezogen und schon 2006 in Angriff genommen. Das war uns deshalb ein großes Anliegen, weil im Zuge des viergleisigen Ausbaus der Westbahn zwischen Wien und St. Pölten auch der Bahnhof St. Pölten fertig gestellt sein muss. Zum einen profitieren die Pendler davon, weil sie künftig von einem modernen Bahnhof aus in einer halben Stunde in Wien sind. Zum anderen ist der beschleunigte Bahnhofsumbau für den Öffentlichen Verkehr in der Landeshauptstadt wichtig, weil von diesem Knotenpunkt aus der nachgelagerte Bus- und Regionalverkehr besser organisiert werden kann", betont Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.

Die Bahnhofsoffensive hat St. Pölten erreicht

Das neue Bahnhofsgebäude wird mit seiner Fertigstellung Ende 2010 eine Zäsur in der Reisequalität von St. Pölten bringen. Ein modernes, helles Ambiente, klare Info-Leitsysteme und eine optimale Kundenbetreuung im neuen ÖBB-Reisezentrum werden den Hauptbahnhof als angenehmen Ort der Begegnung etablieren, an dem sich Reisende und Besucher des Bahnhofes wieder gerne aufhalten. Der Eingang in das Bahnhofsgebäude wird in den Bereich Kremser Landstraße verlegt, dadurch wird der Zugang zum Bahnhof und den Bahnsteigen wesentlich verkürzt und kundenorientiert umgestaltet. Der Straßenverkehr bekommt bei der Schöpferstraße eine neue Durchfahrt.

Maßgeblich zur Qualität am Bahnhof wird auch das umfassende Shopping-Angebot beitragen. Am Bahnhof entstehen Verwertungsflächen im Ausmaß von 1.500 m2, wo Nahversorger, Gastronomie und andere Handelsbetriebe Platz finden und einen kundenorientierten Angebotsmix bereitstellen. In das neue Bahnhofsgebäude investiert die ÖBB-Infrastruktur Bau AG rund 18,5 Mio. EUR.

Die neuen Gleisanlagen und Bahnsteige

Ein besonders investitionsintensiver und für die Integration der Landeshauptstadt in die internationale Donauachse wichtiger Teil des Projekts umfasst die Adaptierung und Erweiterung der Gleisanlagen, in die die ÖBB-Infrastruktur Bau AG 166 Mio. EUR investiert.

Künftig wird St. Pölten über eine dreigleisige Ausfahrt Richtung Westen verfügen, im Bahnhof selbst werden drei Inselbahnsteige und der Hausbahnsteig direkt beim Bahnhofsgebäude neu errichtet. Barrierefreie Zugänge zu allen Bahnsteigen mit Liften und Rolltreppen und ein leichterer Einstieg in den Zug durch die Anhebung der Bahnsteige werden den Kunden spürbare Verbesserungen bringen. Weiters wird die von Tulln kommende Strecke zweigleisig eingebunden.

Integriert in die Stadt - die neuen Vorplätze

Der neue St. Pöltener Hauptbahnhof wird sich als integraler Bestandteil der Stadt präsentieren und bekommt zwei neue Vorplätze, die den Reisenden ein angenehmes Umfeld mit praktischen Vorteilen bieten werden. Bei dem künftigen Vorplatz Nord wird der regionale und überregionale Busverkehr neu organisiert, 9 überdachte Bushaltestellen und zwei weitere für die City Busse sind vorgesehen. Mit 46 Kurzparkplätzen wird auch der Anbindung des Individualverkehrs Rechnung getragen, Radfahrer bekommen insgesamt 350 überdachte Abstellplätze.

Beim künftigen Vorplatz Süd wird eine Optimierung für Radfahrer und Fußgänger und eine Verkehrsberuhigung bei den Bahnhofseingängen umgesetzt. Für den städtischen Busverkehr entstehen hier weitere Bushaltestellen, auch Taxis finden hier ausreichend Platz. Die Finanzierung der 4,9 Mio. EUR Kosten ist derzeit Verhandlungsgegenstand zwischen ÖBB und Stadt St. Pölten. Die Gespräche sollen in den nächsten Wochen abgeschlossen werden. Die Stadt, die das Bahnhofsprojekt St. Pölten seit Jahren massiv unterstützt, hat ihr großes Interesse an der Neugestaltung der beiden Vorplätze bereits signalisiert. Eine Förderung von 1 Mio. EUR hat das Land Niederösterreich bereits zugesagt.

Zeitplan

Mit den ersten Vorarbeiten wird die ÖBB-Infrastruktur Bau AG nach der nun vorliegenden eisenbahnrechtlichen Genehmigung bereits im Jänner 2006 beginnen. 2007 werden Gleisanlagen und Vorplätze baulich in Angriff genommen. Diese sind Voraussetzung für die Neugestaltung des Bahnhofsgebäudes, die zwischen Jänner 2009 und Dezember 2010 in knapp zwei Jahren durchgezogen wird. Die letzten Arbeiten an den Gleisanlagen werden 2011 abgeschlossen.

Beachtenswert ist schließlich auch die zeitlich Abstimmung mit dem viergleisigen Ausbau der Westbahn zwischen St. Pölten und Wien. Die neue Strecke durch das Tullnerfeld und den Wienerwaldtunnel wird 2012 fertig gestellt sein und eine Reisezeit zwischen St. Pölten und Wien von 25 Minuten bringen. Das steigert die Attraktivität der Bahnverbindung wesentlich und wird zu einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen führen. Der neue Hauptbahnhof St. Pölten wird dafür bereits gerüstet sein.

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