- 11.10.2005, 11:46:00
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St. Pölten Hbf: Der Kunde im Mittelpunkt des neuen Bahnhofskonzeptes
In der NÖ-Landeshauptstadt entsteht bis 2011 eine moderne Verkehrsdrehscheibe mit einer kundenorientierten Infrastruktur, einem umfangreichem Shopping-Angebot und neuen Vorplätzen
Wien (OTS) - Der neue Hauptbahnhof St. Pölten ist auf Schiene, die
eisenbahnrechtliche Baugenehmigung liegt seit 4. Oktober vor. Bis
2011 entsteht in der jüngsten Landeshauptstadt Österreichs mit einem
Investitionsvolumen von knapp 190 Mio. EUR eine moderne
Verkehrsdrehscheibe im Herzen Niederösterreichs. Eine moderne
Infrastruktur im Bahnsteigbereich, ein neues Bahnhofsgebäude mit
umfassenden Einkaufsmöglichkeiten und zwei ansprechend gestaltete
Vorplätze sind auf einen maximalen Kundennutzen ausgerichtet und
werden einen Quantensprung in der Qualität für Reisende und Besucher
des Bahnhofes bringen. Umgesetzt wird das Großprojekt von der
ÖBB-Infrastruktur Bau AG.****
Kunde, Kunde, Kunde
"Ziel ist, den Wunsch der Kunden nach einem angenehmen Ambiente, nach
kurzen und übersichtlichen Wegen zu den Zügen, Barrierefreiheit und
einem umfassenden Shoppingangebot an diesem wichtigen Ort der
Landeshauptstadt St. Pölten in einem zukunftsorientierten
Bahnhofskonzept umzusetzen und raschest möglich Realität werden zu
lassen", so der Vorstandssprecher der ÖBB-Holding AG, Martin Huber,
in einer gemeinsamen Projektvorstellung mit Landeshauptmann Erwin
Pröll heute, Dienstag.
Ausbau vorgezogen
"Der Ausbau wird um drei Jahre vorgezogen und schon 2006 in Angriff
genommen. Das war uns deshalb ein großes Anliegen, weil im Zuge des
viergleisigen Ausbaus der Westbahn zwischen Wien und St. Pölten auch
der Bahnhof St. Pölten fertig gestellt sein muss. Zum einen
profitieren die Pendler davon, weil sie künftig von einem modernen
Bahnhof aus in einer halben Stunde in Wien sind. Zum anderen ist der
beschleunigte Bahnhofsumbau für den Öffentlichen Verkehr in der
Landeshauptstadt wichtig, weil von diesem Knotenpunkt aus der
nachgelagerte Bus- und Regionalverkehr besser organisiert werden
kann", betont Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.
Die Bahnhofsoffensive hat St. Pölten erreicht
Das neue Bahnhofsgebäude wird mit seiner Fertigstellung Ende 2010
eine Zäsur in der Reisequalität von St. Pölten bringen. Ein modernes,
helles Ambiente, klare Info-Leitsysteme und eine optimale
Kundenbetreuung im neuen ÖBB-Reisezentrum werden den Hauptbahnhof als
angenehmen Ort der Begegnung etablieren, an dem sich Reisende und
Besucher des Bahnhofes wieder gerne aufhalten. Der Eingang in das
Bahnhofsgebäude wird in den Bereich Kremser Landstraße verlegt,
dadurch wird der Zugang zum Bahnhof und den Bahnsteigen wesentlich
verkürzt und kundenorientiert umgestaltet. Der Straßenverkehr bekommt
bei der Schöpferstraße eine neue Durchfahrt.
Maßgeblich zur Qualität am Bahnhof wird auch das umfassende
Shopping-Angebot beitragen. Am Bahnhof entstehen Verwertungsflächen
im Ausmaß von 1.500 m2, wo Nahversorger, Gastronomie und andere
Handelsbetriebe Platz finden und einen kundenorientierten Angebotsmix
bereitstellen. In das neue Bahnhofsgebäude investiert die
ÖBB-Infrastruktur Bau AG rund 18,5 Mio. EUR.
Die neuen Gleisanlagen und Bahnsteige
Ein besonders investitionsintensiver und für die Integration der
Landeshauptstadt in die internationale Donauachse wichtiger Teil des
Projekts umfasst die Adaptierung und Erweiterung der Gleisanlagen, in
die die ÖBB-Infrastruktur Bau AG 166 Mio. EUR investiert.
Künftig wird St. Pölten über eine dreigleisige Ausfahrt Richtung
Westen verfügen, im Bahnhof selbst werden drei Inselbahnsteige und
der Hausbahnsteig direkt beim Bahnhofsgebäude neu errichtet.
Barrierefreie Zugänge zu allen Bahnsteigen mit Liften und Rolltreppen
und ein leichterer Einstieg in den Zug durch die Anhebung der
Bahnsteige werden den Kunden spürbare Verbesserungen bringen. Weiters
wird die von Tulln kommende Strecke zweigleisig eingebunden.
Integriert in die Stadt - die neuen Vorplätze
Der neue St. Pöltener Hauptbahnhof wird sich als integraler
Bestandteil der Stadt präsentieren und bekommt zwei neue Vorplätze,
die den Reisenden ein angenehmes Umfeld mit praktischen Vorteilen
bieten werden. Bei dem künftigen Vorplatz Nord wird der regionale und
überregionale Busverkehr neu organisiert, 9 überdachte
Bushaltestellen und zwei weitere für die City Busse sind vorgesehen.
Mit 46 Kurzparkplätzen wird auch der Anbindung des Individualverkehrs
Rechnung getragen, Radfahrer bekommen insgesamt 350 überdachte
Abstellplätze.
Beim künftigen Vorplatz Süd wird eine Optimierung für Radfahrer und
Fußgänger und eine Verkehrsberuhigung bei den Bahnhofseingängen
umgesetzt. Für den städtischen Busverkehr entstehen hier weitere
Bushaltestellen, auch Taxis finden hier ausreichend Platz. Die
Finanzierung der 4,9 Mio. EUR Kosten ist derzeit
Verhandlungsgegenstand zwischen ÖBB und Stadt St. Pölten. Die
Gespräche sollen in den nächsten Wochen abgeschlossen werden. Die
Stadt, die das Bahnhofsprojekt St. Pölten seit Jahren massiv
unterstützt, hat ihr großes Interesse an der Neugestaltung der beiden
Vorplätze bereits signalisiert. Eine Förderung von 1 Mio. EUR hat das
Land Niederösterreich bereits zugesagt.
Zeitplan
Mit den ersten Vorarbeiten wird die ÖBB-Infrastruktur Bau AG nach der
nun vorliegenden eisenbahnrechtlichen Genehmigung bereits im Jänner
2006 beginnen. 2007 werden Gleisanlagen und Vorplätze baulich in
Angriff genommen. Diese sind Voraussetzung für die Neugestaltung des
Bahnhofsgebäudes, die zwischen Jänner 2009 und Dezember 2010 in knapp
zwei Jahren durchgezogen wird. Die letzten Arbeiten an den
Gleisanlagen werden 2011 abgeschlossen.
Beachtenswert ist schließlich auch die zeitlich Abstimmung mit dem
viergleisigen Ausbau der Westbahn zwischen St. Pölten und Wien. Die
neue Strecke durch das Tullnerfeld und den Wienerwaldtunnel wird 2012
fertig gestellt sein und eine Reisezeit zwischen St. Pölten und Wien
von 25 Minuten bringen. Das steigert die Attraktivität der
Bahnverbindung wesentlich und wird zu einem deutlich erhöhten
Verkehrsaufkommen führen. Der neue Hauptbahnhof St. Pölten wird dafür
bereits gerüstet sein.
Rückfragehinweis:
ÖBB-Holding AG Konzernkommunikation Dr. Gary Pippan Tel: 01 93000 44088 e-mail: [email protected] ÖBB-Infrastruktur Bau AG Projektinformationsmanagement Dr. Renate Pelz-Nakladal Tel. +43 1 8172186-1230 e-mail: [email protected] Niederösterreichische Landesregierung Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst Tel.: 02742/9005 www.noe.gv.at/nlk
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