Neues Volksblatt: "Kampf" (von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 8. Oktober 2005

Linz (OTS) - Der Begriff "Kampfansage", mit dem Kanzler Schüssel bei der Klubklausur in St. Wolfgang die Weichen für die Wahl 2006 stellte, mag überraschen, manchen vielleicht sogar irritieren.
Hier ist freilich vor einem Missverständnis zu warnen: "Kampf" ist nicht gleichzusetzen mit "Krieg". Eine "Kampfansage" ist daher im Hinblick auf die Wahl 2006 auch keine "Kriegserklärung" an die politischen Mitbewerber.
"Kampf" kann und soll etwas Faires sein. Um eine gute und ehrliche Sache "kämpfen" heißt, sich mit allen Kräften darum bemühen. Im vorliegenden Fall: Um das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler fair, offen und sachlich, aber mit großem Nachdruck zu "kämpfen", das ist der Vorsatz, den die ÖVP aus St. Wolfgang mitnimmt.
Man kann und muss in bestimmten Situationen aber auch "gegen" etwas "kämpfen" - im vorliegenden Fall gegen das Krankjammern und das Schlechtreden Österreichs sowohl im eigenen Land als auch nach außen. So gesehen kann die Opposition durchaus davon ausgehen, dass aus St. Wolfgang auch eine "Kampfansage" gegen ihren politischen Stil des Schlechtmachens kommt.

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