• 07.10.2005, 14:17:53
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Grünewald: Prekäre Lage an den Unis von Regierungsversäumnissen verschuldet

Grüne haben bereits vor Wochen auf Säumigkeit der Regierung hingewiesen

Wien (OTS) - "Wir haben bereits vor Wochen auf die Säumigkeit der
Regierung in der Frage der Zulassungsbeschränkungen an den
Universitäten hingewiesen und freuen uns, dass nun auch namhafte
Experten unsere Ansichten bestätigen", sagt Kurt Grünewald,
Wissenschaftssprecher der Grünen.
"Im EuGH-Urteil wurde bereits kritisiert, dass die österreichische
Bundesregierung bzw. das Wissenschaftsressort keine ausreichenden
Daten zur Verfügung stellen konnte, um die prekäre Lage der
österreichischen Unis im Falle sehr großer Studierendenströme aus dem
Ausland dokumentieren zu können", so Grünewald weiter. Dass das
Ministerium jetzt vom EuGH Tipps bekommen muss, wie man sich besser
hätte vorbereiten können, ist mehr als peinlich. Für Grünewald bleibt
auch unverständlich, wieso trotz der Tatsache, dass Österreich in der
Umsetzung vieler EU-Richtlinien über Jahre säumig war, nicht um
aufschiebende Wirkung dieses Urteils gebeten wurde, das ja erst
wenige Tage vor Inskriptionsbeginn übermittelt wurde. "Es war
offensichtlich, dass Österreich aufgrund mangelnder Vorbereitung in
so kurzer Zeit nicht ausreichend und seriös auf das Urteil reagieren
konnte", so Grünewald.
Neben den fehlenden Plätzen an den Medizinunis gebe es auch noch rund
500 fehlende Studienplätze in den anderen Fächern. "Wenn die
Regierung auch nur geringe Mittel bereit gestellt hätte, dann hätte
zumindest dieser Fehlbestand bewältigt werden können", schließt
Grünewald.

Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]

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