- 06.10.2005, 13:35:12
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Niederwieser zu Scholik: Kein Ruhmesblatt, die gesamte Bildungsdebatte auf gemeinsame Schule zu reduzieren
Die wahren Feinde sind Regierungsparteien und nicht Opposition
Wien (SK) - "Das Problem der AHS-Gewerkschafterin Scholik ist,
dass sie offensichtlich ihre Feinde nicht erkennt. Niemand anderer
als die Regierungsparteien sind für die Verschlechterungen im
Bildungsbereich verantwortlich; da jetzt auch die Opposition in die
Pflicht nehmen zu wollen, ist vermessen", reagierte
SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser auf die Aussendung der
Gewerkschaft öffentlicher Dienst zum gestrigen Weltlehrertag, welche
"originellerweise erst heute den Weg in die Öffentlichkeit gefunden
hat". ****
"Es ist extrem enttäuschend und kein Ruhmesblatt für Scholik, wenn
sie die gesamte Bildungsdebatte auf die Diskussion um die Einführung
einer Gesamtschule reduziert und Probleme wie Motivation in der
Schule und erfolgte Stundenkürzungen überhaupt nicht thematisiert",
so Niederwieser Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Das
42-seitige SPÖ-Bildungsprogramm beschäftige sich in zwei Absätzen mit
der gemeinsamen Schule, alle anderen Vorschläge interessieren Scholik
nicht.
Aufschlussreich sei auch, dass Prof. Haider der Gewerkschafterin
offensichtlich ein Dorn im Auge ist. Nicht anders sei zu erklären,
dass sie sein Verhalten als PISA-Chef beanstandet, "zugleich aber die
für die Bildungspolitik wichtigen und relevanten Vorschläge in seiner
Funktion als Vorsitzender der Zukunftskommission mit keiner Silbe
erwähnt", betonte der SPÖ-Bildungssprecher. "Solange LehrerInnen so
eine Vertretung haben, wird sich nichts für sie verbessern. Nur
Jammern und schlussendlich wieder für die eigenen Feinde die
Werbetrommel rühren, bringt keine Verbesserungen in der
Bildungspolitik", schloss Niederwieser. (Schluss) cs/mp
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
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