• 29.09.2005, 14:02:22
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Wirtschaft als ARA-Eigentümer verwehrt sich gegen Vorwürfe: "KRITIK INHALTLICH FALSCH, IN DER ARGUMENTATION ABSURD UND UNTERSTELLT UNTERNEHMERN DUMMHEIT"

Wien (OTS) - KR Leo Schreiber tritt in seiner Funktion als
Aufsichtsratspräsident der Altstoff Recycling Austria AG und Obmann
des Getränkeverbandes den Vorwürfen gegen die ARA entgegen und
verwehrt sich auf das Schärfste gegen die immer breitere Kreise
ziehende Kampagne: "Die Kritik am ARA System argumentiert mit
altbekannten Halb- und Unwahrheiten, die ungerechtfertigt ein
schlechtes Licht auch auf die österreichische Wirtschaft werfen - und
diese Unwahrheiten werden nicht wahrer, wenn sie unzählige Male
wiederholt werden." Der Vorwurf, so Schreiber, die ARA hätte
wissentlich und gezielt zu hohe Tarife an ihre Lizenzpartner
verrechnet und so Wirtschaft und Konsumenten bewusst geschädigt, sei
unrichtig und absurd. "Es wurde definitiv niemand geschädigt. Hier
von Schaden zu reden, grenzt nicht nur an Verleumdung, es unterstellt
auch uns Unternehmern und Eigentümervertretern Dumm-heit. Denn das
würde ja bedeuten, dass wir im Aufsichtsrat jahrelang einer
Tarifpolitik zugestimmt haben, die uns selbst geschadet hat."

Faktum sei vielmehr, dass die ARA von ihrer Grundkonzeption nicht
darauf gerichtet ist, Gewinne zu machen. Ihr vorrangiges Ziel - das
sie seit über 12 Jahren europaweit vorbildhaft erreicht - ist die
möglichst effiziente und kostengünstige Umsetzung der
Verpackungsverordnung. "Dabei sind Mehreinnahmen bei einigen
Materialien in einzelnen Perioden nicht immer vermeidbar", erläutert
der langjährige Coca-Cola-Manager Schreiber. "So muss die ARA die
Verpackungsmengen zu einem Zeitpunkt schätzen, noch lange bevor das
die Hersteller getan haben. Dadurch kann es passieren, dass z.B. ein
Getränkeabfüller in einem Jahr zwar genau die beabsichtigte Menge an
Getränken verkauft, doch nicht in den geplanten 2l Flaschen, sondern
in kleineren Einheiten, was aber durch die höhere Verpackungsmenge
direkt zu nicht vorhersehbaren höheren Lizenzeinnahmen bei der ARA
führt. Ein weiterer Faktor, der Mehreinnahmen verursacht, ist der
permanent steigende Ölpreis, den nicht einmal die weltweit cleversten
Analysten vorausgesehen haben."

"Rückführung an jene, die tatsächlich bezahlt haben"

"Derartige - ungeplant erzielte - Überschüsse werden aber nicht
etwa, wie Medienberichte der letzten Tage und der dahinter
verschanzte anonyme, angebliche Lizenznehmer suggie-ren wollen, als
Gewinn an die "bösen Eigentümer" ausgeschüttet. Sie kommen vielmehr
über Tarifsenkungen denen zu Gute, die letztendlich die Rechnung
zahlen, nämlich den Konsumenten. Die ARA Lizenzkosten sind längst
Teil des Produktpreises, wie Personal- und andere
Herstellungskosten. Sie werden letztlich vom Konsumenten getragen.
Und daher müssen allfällige Überschüsse auch an die Konsumenten, und
eben nur an diese, rückgeführt werden. Genau dafür sorgt die ARA über
jährliche Tarifreduktionen, die im Endeffekt wieder den
österreichischen Konsumenten zugute kommen - und nicht, wie bei
anderen Or-ganisationen, als Gewinne abgeschöpft werden."

"Diese jährlichen Tarifsenkungen seit 1995 - zuletzt bis zu 17 %
bei Kunststoffen und sogar bis zu 27 % bei Metallverpackungen - sind
ja der beste Beweis dafür, dass niemand den viel zitierten Schaden
genommen hat", betont Schreiber. "Die erzielten Überschüsse werden
rückgestellt und offen und transparent über sinkende Tarife
rückgeführt - sie verschwinden also nicht. Wo bitte soll da ein
Schaden sein??"

"Besser Überschüsse als Verluste"

Im Übrigen sei es einem planenden österreichischen Unternehmen
wesentlich lieber, eine sinkende Kostenposition im Budget zu haben,
als mit Nachforderungen oder stark steigenden Tarifen in den
Folgejahren konfrontiert zu sein, weil zu niedrig kalkuliert wurde.
"Auf den Punkt gebracht: Mir als Unternehmer und Eigentümervertreter
der ARA sind Überschüsse bedeutend lieber als Verluste!"

"Prüfung der Prüfung absurd"

Zum jetzigen Zeitpunkt eine neuerliche Prüfung der Angelegenheit
zu fordern, sei - so Schreiber - ein nicht nachvollziehbarer Gedanke:
"Die ARA wurde seit 1993 zigmal von den unterschiedlichsten
Institutionen wie Umweltministerium und Finanzamt und auch von
Wirt-schaftstreuhändern, Zivilingenieuren etc. auf Herz und Nieren
geprüft. Die Gebarung und ihre Entwicklung ist voll transparent und
auch die zitierten Überschüsse werden seit Anbeginn in den Bilanzen
offen ausgewiesen. Zuletzt wurde der genannte "Expertenbericht" nach
über zwei Jahren abgeschlossen. Jetzt quasi als Ergebnis eine Prüfung
der Prüfung zu verlangen, kann nur jemandem einfallen, der sich mit
der Materie nicht intensiv beschäftigt hat."

Rückfragehinweis:

KR Leo Schreiber
   Präsident des Aufsichtsrats der ARA AG
   Obmann Österreichischer Getränkeverband
   Tel.: 01/599 97-301
   mailto:[email protected]
   mailto:[email protected]

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