• 21.09.2005, 19:10:49
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"Akademie Schloss Urstein" offiziell eröffnet

Schloss Urstein: Ein neues Zentrum für Bildung und Forschung in Salzburg

Salzburg (OTS) - Salzburg, 21. September 2005/Puch-Urstein.
Salzburg kann nach der heutigen offiziellen Eröffnung vor Salzburger
Unternehmern und Managern auf ein neues Bildungs- und
Forschungszentrum mit hohem Anspruch verweisen: das vorbildlich
renovierte Schloss Urstein ist attraktive Weiterbildungsstätte auf
postgradualem Niveau in einzigartigem Ambiente und beheimatet
gleichzeitig die Forschung Urstein GmbH, das "Zentrum für
Zukunftsstudien".
Eigentümer des barocken Schlosses, das 1691 erbaut wurde, ist die
Akademie Schloss Urstein Privatstiftung, die im Dezember 2002 auf
Initiative von WKS-Direktor Dr. Wolfgang Gmachl von der
Wirtschaftskammer Salzburg mit dem Stiftungszweck der
Erwachsenenbildung auf Hochschulniveau gegründet wurde.
Stiftungsvorsitzender ist Dr. Karl Ludwig Vavrovsky, Ehrenpräsident
der Rechtsanwaltskammer Salzburg, weitere Mitglieder des dreiköpfigen
Vorstandes sind WKS-Präsident Komm.-Rat Julius Schmalz und
WKS-Direktor Dr. Wolfgang Gmachl.
Die Wirtschaftskammer brachte als Erststifter 700.000 EUR ein.
Diesem Beispiel sind mittlerweile weitere namhafte Spender gefolgt,
die sich am Mittwoch bei der Eröffnung auch von der gelungenen
Renovierung des Schlosses und Adaptierung für den hochwertigen
Seminarbetrieb überzeugen konnten. Die Renovierung startete im März
2004, wobei auch 14 arbeitslosen Jugendlichen die Chance geboten
wurde, im Rahmen eines von der Bauakademie-Lehrbauhof Salzburg und
vom AMS betreuten und vom Land Salzburg unterstützten Projektes die
Lehrabschlussprüfung als Maurer nachzuholen.
Siftungsvorsitzender Vavrovsky hob in seinen Begrüßungsworten vor
allem die zentrale Rolle von WK-Direktor Dr. Gmachl als "Mentor und
Ermöglicher" der Stiftung und der Schloss-Sanierung hervor.
Wirtschaftskammerdirektor Dr. Gmachl dankte im Rahmen des Festaktes
den jungen Lehrlingen, den vielen Fachgruppen der WK Salzburg sowie
anderen Sponsoren, die die Renovierung durch Sach- und Geldspenden
möglich machten. 55 Firmen arbeiteten an der Sanierung des Schlosses,
investiert wurden mehr als 2,4 Mill. EUR. Dank richtete der
WK-Direktor auch an das Präsidium der WK und an den früheren
Präsident Komm.-Rat Rainhardt Buemberger. "Sie haben mit Weitsicht
das Engagement der WK Salzburg im Fachhochschulbereich ermöglicht",
so Dr. Gmachl.

Ztl.: Die gesamte Kette der Tourismusausbildung
Der Seminarbetrieb startete bereits erfolgreich im August 2005. Die
"Akademie Urstein" versteht sich als Ort der Begegnung für
internationale Experten in den Bereichen Freizeit, Tourismus, Kultur,
Sport und verwandten Gebieten. Das Schloss wurde für den
Seminarbetrieb adaptiert: Es stehen insgesamt sechs Räume zur
Verfügung, die präsentationstechnisch bestens ausgerüstet wurden. Für
heuer und das Jahr 2006 wurde von Stiftungsbevollmächtigten Christoph
Nake und seinem Team ein Seminar- und Symposienprogramm entworfen,
das den Themenbereich Tourismus und Freizeitwirtschaft auf
international gültigem Niveau aufarbeitet. "Die Akademie Urstein wird
ab sofort Salzburgs Bildungsszene und unser Bildungsnetzwerk
'Wirtschaftskammer-Bildung' mit hervorragenden
Weiterbildungsveranstaltungen auf Postgraduate-Ebene bereichern",
betonte WKS-Direktor Dr. Wolfgang Gmachl. Gleich Anfang Oktober wird
das Angebot des Schlosses erweitert werden: In Kooperation mit der
University of Salzburg Business School (SMBS) wird der MBA-Lehrgang
zum "International Executive für Tourismus und Freizeitwirtschaft" im
Schloss starten. Stiftungsvorstand Gmachl: "Damit wird eine Lücke
geschlossen. Von der Lehre über die Tourismusschulen, von der
Weiterbildung im WIFI bis zur Ausbildung in der FH und zum
postgradualen MBA auf Urstein bietet Wirtschaftskammer-Bildung die
gesamte Ausbildungspalette in dem für Salzburg so wichtigen Tourismus
an!"
Den Zukunftstrends im Bereich Tourismus, Freizeitwirtschaft,
Gesellschaft und Wirtschaft insgesamt geht die im Schloss ebenfalls
angesiedelte Forschung Urstein GmbH, das "Zentrum für Zukunftsstudien
Salzburg", nach. Die Stiftung ist neben der FH Salzburg und der AK-
Bildungs-& Forschungsförderungs GmbH Mitgesellschafterin der
Forschungsgesellschaft, die wissenschaftlich von Univ.-Prof. Dr.
Reinhold Popp und kaufmännisch von Christoph Nake geleitet wird. Die
Forschungsgesellschaft, die auf ein internationales Netzwerk von
Tourismus- und Freizeitforschern zugreifen kann, hat binnen kurzem
vielfältige Aktivitäten entwickelt. Ebenso ist sie eng in die
Forschungsaktivitäten der Fachhochschule eingebunden. "Die
sozialpartnerschaftlich getragene Forschung Urstein ist ihrem Ziel,
Forschungsgesellschaft für Salzburgs Wirtschaft, Politik und
Institutionen zu sein, sehr schnell nahe gekommen", so Dr. Reinhold
Popp.

Ztl.: Staatssekretär Mainoni: "Man kann nur begeistert sein!"
Seinem neuen Zweck wurde das Schloss Urstein, in unmittelbarer Nähe
und im engen inhaltlichen Konnex zur Campus Fachhochschule
Salzburg-Urstein angesiedelt, durch LHStv. Dr. Wilfried Haslauer und
Forschungsstaatssekretär Mag. Eduard Mainoni übergeben. Für den
Rektor der FH Salzburg, Dr. Erhard Busek, bilden Akademie Schloss
Urstein und die Forschung Urstein zusammen mit der FH "eine ganz
ideale Symbiose" mit hohem Entwicklungspotential für die Zukunft. Die
Schwerpunktsetzung Tourismus und Freizeitwirtschaft sollte in
Partnerschaft zur FH der Beginn umfassender Forschungstätigkeit am
Standort Urstein sein.
"Man kann von der Sanierung des Schlosses Urstein nur begeistert
sein", meinte Staatssekretär Mainoni in seinem Statement. "Urstein
ist für die Forschung in Salzburg und Österreich schon jetzt ein
wichtiger Standort", denn, so Mainoni: "Investitionen in die
Forschung heute sind der Wohlstand von morgen".
LHStv. Dr. Wilfried Haslauer wies auf das generelle Defizit an
Grundlagen- und Orientierungswissen hin. Das Zentrum für
Zukunftsstudien könne wertvolle Expertise liefern, in welche Richtung
sich Wirtschaft, insbesondere Tourismus, Technologie und Gesellschaft
entwickelten. Er drückte seinen Wunsch aus, dass die zukünftige
Herkunftsbezeichnung "ein Ursteiner" zum Synonym für optimistische,
die Zukunft positiv gestaltende Menschen werde.

Ztl.: Zur Geschichte des Schlosses
Schloss Urstein wurde 1691 an seinem jetzigen Standort gebaut. Mehr
als 500 Jahre zuvor hatte der Salzburger Erzbischof Eberhard I. die
Liegenschaft dem Salzburger Domkapitel übergeben. Der erste Besitzer,
der Urstein als Adelsprädikat verwendete, war 1461 ein Leonhard
Golser. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Besitzer, bis
der Verfasser der "Salzburgischen Chronica", Franz Dückher, 1649 nach
Urstein übersiedelte und das bereits baufällige Schloss, die heutige
Meierei, renovierte. Sein Sohn Alfons erbaute schließlich das Schloss
an seinem jetzigen Standort. Ab 1883 war die Liegenschaft im Besitz
der Familie Kuhlmann. Im Februar 2003 übertrag die Gewerbepark
Urstein Gesellschaft der Akademie Schloss Urstein Privatstiftung das
Schloss samt Meierei, Schlosspark und anderen Nebengebäuden.
Das Schloss Urstein wurde von Anfang an als wesentliches Element
ins inhaltliche und architektonische Gefüge des Bildungsstandortes
Urstein eingepasst und mitentwickelt. Info: Akademie Schloss Urstein
Privatstiftung, Schlossallee 9,A-5412 Puch/Salzburg,
www.akademie-urstein.at

Rückfragehinweis:
Mag. Gabriele Tischler, MBA
Assistenz, Akademie Schloss Urstein Privatstiftung
Schlossallee 9,A-5412 Puch/Salzburg, T.06245/90600-11, E [email protected]

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