- 21.09.2005, 12:36:06
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Heinisch-Hosek: Mädchen fördern, damit sie auch nichttraditionelle Berufe ergreifen
Erschütternde Einkommensunterschiede für Regierung kein Grund etwas zu unternehmen
Wien (SK) Als "erschütternd" bezeichnet SPÖ-Frauensprecherin
Gabriele Heinisch-Hosek das Ergebnis der heute veröffentlichte Studie
der AK-Oberösterreich zu den dramatisch hohen Unterschieden bei den
Einkommen von Männern und Frauen. So verdienen laut AK 100.000 Männer
genau so viel wie 1,1 Millionen Frauen. "Es muss endlich etwas
geschehen, damit Mädchen nicht immer nur traditionelle Berufe wie im
Handel wählen, die sehr niedrig entlohnt werden, sondern auch Berufe,
die bessere Ausbildung, bessere Aufstiegschancen und auch bessere
Entlohnung bieten", so Heinisch-Hosek. ****
Die SPÖ-Frauensprecherin kritisierte, dass es kein Lobbying
gebe, um Mädchen bei ihrer Berufswahl auch auf für Frauen untypische
aber wesentlich besser entlohnte Berufe hinzuführen. Es müsse schon
in der Schule ein Ansatz gefunden werden, um Mädchen z.B. für
technische Berufe zu interessieren, so die SPÖ-Abgeordnete. Dafür
müsse flächendeckend Aufklärungsarbeit in den Schulen geleistet
werden.
Zusätzlich gelte es zahlreiche Projekte in diese Richtung in
ganz Österreich zu harmonisieren, um Mädchen fit für technische
Berufe zu machen, sagte Heinisch-Hosek. "Von Regierungsseite, vor
allem von Frauenministerin Rauch-Kallat, ist leider kein Signal zu
bemerken, durch das Mädchen und Frauen aus der Einkommensfalle
herauskommen können und endlich für ihre Leistung auch im selben
Ausmaß entlohnt werden wie Männer", so die SPÖ-Frauensprecherin
abschließend. (Schluss) ns
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