Schwarzböck: Finanzierung der Investförderung sichern

In einigen Bundesländern sind Budgets bereits ausgeschöpft

Wien (AIZ) - "Um die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft zu verbessern, wollen wir im neuen Programm Ländliche Entwicklung Schwerpunkte bei der Investitionsforderung setzen. Denn mit innovativen Betrieben, erfolgreichem Agrarmarketing und starken Erzeugerorganisationen können wir den Anforderungen des Marktes und des Wettbewerbes offensiv begegnen. Voraussetzung für neue Schwerpunkte bei der Investitionsförderung als auch für die Fortführung unseres erfolgreichen Agrarumweltprogramms (ÖPUL), der Ausgleichzulage für benachteiligte Gebiete und Berggebiete ist eine rasche Einigung über das EU-Agrarbudget", appellierte heute der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Rudolf Schwarzböck, an die Verantwortlichen, den politischen Beschlüssen für dieses Programm auch die dafür notwendigen Budgetmittel folgen zu lassen.

Derzeit bestehe die Gefahr, dass die EU im Zuge der Diskussionen über das Budget ihre selbst gesteckten Ziele im Agrarbereich völlig aus den Augen verliert. Dabei wären gerade mit der "Ländlichen Entwicklung neu" kräftige Impulse für Arbeitsplätze und Nachhaltigkeit verbunden, gab der LK-Präsident zu bedenken.

Wettbewerbsfähigkeit soll verbessert werden

Konkret finden sich im Programm Ländliche Entwicklung eine Reihe von Maßnahmen, mit denen die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft verbessert werden soll: Berufsbildung und Informationsmaßnahmen für Personen, die in der Land- und Forstwirtschaft tätig sind, Niederlassung von Junglandwirten, Inanspruchnahme eines Beratungsdienstes durch Land- und Forstwirte, Modernisierung von landwirtschaftlichen Betrieben, Verbesserung der mit der Entwicklung und Anpassung der Land- und Forstwirtschaft verbundenen Infrastrukturen, Maßnahmen zur Erhöhung der Qualität der landwirtschaftlichen Produktion oder Teilnahme von Landwirten in Lebensmittelqualitätsprogrammen.

"Wir wollen die Chancen, die uns die neue Ländliche Entwicklung gibt, offensiv nutzen, denn es geht um den Agrarstandort Österreich. Nur wenn wir genügend innovative, wettbewerbsstarke Betriebe haben, bleibt der ländliche Raum lebendig, wovon alle profitieren. Wer mitten in der Vorbereitungsphase dieses Projekts finanziell aushungert, schadet nicht nur Landwirtschaft und Umwelt, sondern auch den Arbeitsplätzen und der klein- und mittelständischen Wirtschaft im ländlichen Raum", unterstrich Schwarzböck.

Agrardiesel stärkt Wettbewerbsfähigkeit

Mit der Umsetzung des Agrardiesels, der Rückvergütung der Mineralölsteuer für Diesel in der Land- und Forstwirtschaft, wird eine langjährige Forderung der bäuerlichen Interessenvertretung nun am 30.09.2005 umgesetzt: Rund 136.000 bäuerliche Betriebe erhalten dann EUR 40 Mio. "Die Steuerentlastung beim Agrar-Diesel schafft endlich Wettbewerbsgleichheit für die österreichischen Bauern gegenüber ihren Kollegen in der EU", hielt Schwarzböck fest.

Biodiesel-Beimischung reduziert Erdöl-Abhängigkeit

Zur Umsetzung der EU-Biotreibstoffrichtlinie verwies der LK-Präsident auf die Vorreiterrolle Österreichs in der EU. Bekanntlich wird Österreich bereits ab dem 01.10.2005 eine Beimischung von Biodiesel von 2,5% und ab 2008 eine von 5,75% im Rahmen der Kraftstoff-Verordnung umsetzen. "Hier hat der Landwirtschaftsminister einen wichtigen umwelt- und energiepolitischen Schritt gesetzt. Damit können wir die Abhängigkeit unseres Landes von fossilen Treibstoffen senken, den Ausstoß von CO2 um eine Million Tonnen reduzieren und der Landwirtschaft durch die Erzeugung erneuerbarer Rohstoffe einen neuen Impuls geben", sagte Schwarzböck.
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