• 15.09.2005, 10:35:28
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Schwarzböck: Finanzierung der Investförderung sichern

In einigen Bundesländern sind Budgets bereits ausgeschöpft

Wien (AIZ) - "Um die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und
Forstwirtschaft zu verbessern, wollen wir im neuen Programm Ländliche
Entwicklung Schwerpunkte bei der Investitionsforderung setzen. Denn
mit innovativen Betrieben, erfolgreichem Agrarmarketing und starken
Erzeugerorganisationen können wir den Anforderungen des Marktes und
des Wettbewerbes offensiv begegnen. Voraussetzung für neue
Schwerpunkte bei der Investitionsförderung als auch für die
Fortführung unseres erfolgreichen Agrarumweltprogramms (ÖPUL), der
Ausgleichzulage für benachteiligte Gebiete und Berggebiete ist eine
rasche Einigung über das EU-Agrarbudget", appellierte heute der
Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Rudolf Schwarzböck,
an die Verantwortlichen, den politischen Beschlüssen für dieses
Programm auch die dafür notwendigen Budgetmittel folgen zu lassen.

Derzeit bestehe die Gefahr, dass die EU im Zuge der Diskussionen
über das Budget ihre selbst gesteckten Ziele im Agrarbereich völlig
aus den Augen verliert. Dabei wären gerade mit der "Ländlichen
Entwicklung neu" kräftige Impulse für Arbeitsplätze und
Nachhaltigkeit verbunden, gab der LK-Präsident zu bedenken.

Wettbewerbsfähigkeit soll verbessert werden

Konkret finden sich im Programm Ländliche Entwicklung eine Reihe
von Maßnahmen, mit denen die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und
Forstwirtschaft verbessert werden soll: Berufsbildung und
Informationsmaßnahmen für Personen, die in der Land- und
Forstwirtschaft tätig sind, Niederlassung von Junglandwirten,
Inanspruchnahme eines Beratungsdienstes durch Land- und Forstwirte,
Modernisierung von landwirtschaftlichen Betrieben, Verbesserung der
mit der Entwicklung und Anpassung der Land- und Forstwirtschaft
verbundenen Infrastrukturen, Maßnahmen zur Erhöhung der Qualität der
landwirtschaftlichen Produktion oder Teilnahme von Landwirten in
Lebensmittelqualitätsprogrammen.

"Wir wollen die Chancen, die uns die neue Ländliche Entwicklung
gibt, offensiv nutzen, denn es geht um den Agrarstandort Österreich.
Nur wenn wir genügend innovative, wettbewerbsstarke Betriebe haben,
bleibt der ländliche Raum lebendig, wovon alle profitieren. Wer
mitten in der Vorbereitungsphase dieses Projekts finanziell
aushungert, schadet nicht nur Landwirtschaft und Umwelt, sondern auch
den Arbeitsplätzen und der klein- und mittelständischen Wirtschaft im
ländlichen Raum", unterstrich Schwarzböck.

Agrardiesel stärkt Wettbewerbsfähigkeit

Mit der Umsetzung des Agrardiesels, der Rückvergütung der
Mineralölsteuer für Diesel in der Land- und Forstwirtschaft, wird
eine langjährige Forderung der bäuerlichen Interessenvertretung nun
am 30.09.2005 umgesetzt: Rund 136.000 bäuerliche Betriebe erhalten
dann EUR 40 Mio. "Die Steuerentlastung beim Agrar-Diesel schafft
endlich Wettbewerbsgleichheit für die österreichischen Bauern
gegenüber ihren Kollegen in der EU", hielt Schwarzböck fest.

Biodiesel-Beimischung reduziert Erdöl-Abhängigkeit

Zur Umsetzung der EU-Biotreibstoffrichtlinie verwies der
LK-Präsident auf die Vorreiterrolle Österreichs in der EU.
Bekanntlich wird Österreich bereits ab dem 01.10.2005 eine
Beimischung von Biodiesel von 2,5% und ab 2008 eine von 5,75% im
Rahmen der Kraftstoff-Verordnung umsetzen. "Hier hat der
Landwirtschaftsminister einen wichtigen umwelt- und
energiepolitischen Schritt gesetzt. Damit können wir die Abhängigkeit
unseres Landes von fossilen Treibstoffen senken, den Ausstoß von CO2
um eine Million Tonnen reduzieren und der Landwirtschaft durch die
Erzeugung erneuerbarer Rohstoffe einen neuen Impuls geben", sagte
Schwarzböck.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533-18-43, mailto:[email protected]
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

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