- 08.09.2005, 12:39:50
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Angestellte der Sozialversicherung warnen vor einer Privatisierung der Einrichtungen
Flugblattaktion anlässlich der Feiern "50 Jahre ASVG" vor dem Parlament
Wien (GPA/ÖGB) - Anlässlich der Feiern zu "50 Jahre ASVG" fordert
die GPA gemeinsam mit BetriebsrätInnen und Angestellten der
Österreichischen Sozialversicherung ein klares Bekenntnis der Politik
zum bestehenden Sozialversicherungssystem und warnen vor einer
Privatisierung der Einrichtungen.++++
"Die Rehabilitationszentren, Sonderkrankenanstalten, Kurzentren,
Ambulatorien, Unfallkrankenhäuser als eigene Einrichtungen der
Sozialversicherungsträger garantieren ein hohes Qualitätsniveau für
alle Versicherten aus allen sozialen Schichten der Bevölkerung. Ein
Verkauf und damit eine Privatisierung dieser Einrichtungen stellt
eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheitsversorgung der
österreichischen Bevölkerung dar. Vor allem für Menschen mit geringem
Einkommen würde der Zugang zu guter medizinischer Versorgung
wesentlich erschwert werden", heißt es in dem Flugblatt.
Hingewiesen wird auch auf die Leistungen, die tagtäglich von den
Beschäftigten der Sozialversicherung erbracht werden: "Wir behandeln
und pflegen Menschen in den Unfallkrankenhäusern der AUVA, den
Rehabilitationszentren, den Kuranstalten und Sonderkrankenanstalten
der Sozialversicherungsträger. Wir beraten und betreuen die
Versicherten in Fragen der Pension, der Krankheit oder Behinderung
und Invalidität. Wir betreiben Unfallverhütung und
Gesundheitsvorsorge, um Sie vor Arbeitsunfällen und Erkrankungen zu
schützen. Wir berechnen Leistungen wie Wochengeld, Krankengeld,
Invaliditätspensionen oder die 'ganz normale' Alterpension und sorgen
für deren pünktliche Auszahlung", heißt es im Flugblatttext.
Der stellvertretende Bundesgeschäftsführer der GPA, Karl Proyer,
betont die Wichtigkeit guter und gesicherter Rahmenbedingungen für
die Angestellten in der Sozialversicherung: "Die GPA wird auch
weiterhin durch ihre Kollektivvertragspolitik dafür sorgen, dass die
Angestellten der Sozialversicherung trotz schwieriger politischer
Rahmenbedingungen den gerechten Anteil am wirtschaftlichen Erfolg
erhalten. Nicht zuletzt trägt ihre Arbeit maßgeblich zur Entwicklung
unseres Wohlstandes bei." Proyer erinnert auch daran, dass der erste
GPA-Vorsitzende Friedrich Hillegeist maßgeblich an der Entstehung des
ASVG als Grundstein des sozialen Netzes in Österreich mitgewirkt hat.
Die Vorsitzende des GPA-Wirtschaftsbereiches Sozialversicherung
Sonja Rauter betont abschließend: "Wir arbeiten daran, dass es in
Österreich weiterhin ein funktionierendes und solidarisches System
der Sozialersicherung gibt, das allen Menschen zugute kommt. Dafür
brauchen wir gute Rahmenbedingungen, funktionierende Einrichtungen
und ein klares Bekenntnis zum bestehenden Sozialversicherungssystem
in Taten, nicht nur in Sonntagsreden. Die Sozialversicherung gehört
den BeitragszahlerInnen, so soll es auch bleiben - die nächsten 50
Jahre!"
ÖGB, 8. September
2005 Nr. 523
Rückfragehinweis:
GPA Mag. Martin Panholzer Telefon: (01) 313 93-511 Mobil: 0676/817 111 511 E-Mail: [email protected] http://www.gpa.at
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