• 04.09.2005, 12:33:33
  • /
  • OTS0028 OTW0028

Broukal: Gehrers Bilanz nach 10 Jahren - Studiengebühren, PISA-Absturz und Uni-Zugangsbeschränkungen

"Das war hoffentlich Gehrers letzte Pressestunde" - "Halb- und Unwahrheiten zum Thema Uni-Zugang"

Wien (SK) "Im Interesse des österreichischen Bildungssystems muss man
sagen: Das war hoffentlich Gehrers letzte Pressestunde als
Ministerin", so SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal am Sonntag.
Außer Halb- und Unwahrheiten zum Thema Uni-Zugang und EuGH biete
Gehrer keinerlei positive Perspektiven und Ideen für die
Bildungspolitik. "Die Bilanz nach 10 Jahren Gehrer ist erschütternd:
Studiengebühren, PISA-Absturz und Uni-Zugangsbeschränkungen", so
Broukal gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

"Gehrer hat keine einzige positive Idee für unser
Bildungssystem präsentiert. Dafür gibt es Ausflüchte, Halb- und
Unwahrheiten, mit denen sie ihr politisches Versagen und ihre
Untätigkeit in Sachen Uni-Zugang zu rechtfertigen versucht, die aber
nicht unwidersprochen bleiben können."

Broukal listet in der Folge die "Halb- und Unwahrheiten
Gehrers" auf:

Unwahrheit 1: Gehrer behauptet, sie habe viele Verhandlungsschritte
gesetzt, um den Ansturm deutscher Studenten zu verhindern. Broukal:
"Falsch: Gehrer hat auf eine parlamentarische Anfrage zugeben müssen,
dass sie bei der EU-Kommission auch gar nichts unternommen hat, um
nach dem Beginn des EuGH-Verfahrens vorbeugend die absehbare
Uni-Krise zu verhindern."

Unwahrheit 2: Der SPÖ falle laut Gehrer auch nichts anderes ein als
Zugangsbeschränkungen. Broukal: "Wahr ist vielmehr, dass Gehrer sich
nicht verpflichten wollte, dort wo es geht, noch heuer neue
Studienplätze zu schaffen."

Unwahrheit 3: Gehrer hat behauptet, sie hätte Monate vor dem
EuGH-Urteil eine Gesetzesänderung eingebracht. Broukal: "Falsch: der
erste Text wurde am 6. Juli, einen Tag vor dem EuGH-Urteil,
vorgelegt."

Unwahrheit 4: Gehrer behauptet, dass Uni-Budget sei in ihrer Amtszeit
gestiegen. Broukal: "Das ist eine unglaubliche Verdrehung von
Tatsachen. Gemessen an dem, was die Unis brauchen, bekommen sie immer
weniger. 100 Millionen Euro pro Jahr fehlen für einen ordentlichen
Betrieb von Forschung und Lehre." (Schluss) ah

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel