- 02.09.2005, 10:21:42
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Von wegen Flaute: Jungunternehmer trotzen Stimmungstief
Junge Wirtschaft-Konjunkturbarometer zeigt Mut und Optimismus
Wien (PWK653) - Auch wenn in Österreich das Wirtschaftswachstum
weiter auf sich warten lässt: "Die Jungunternehmer sind optimistisch
und stemmen sich der schwachen konjunkturellen Lage mit Mut entgegen.
Offensichtlich erfolgreich - was zeigt, dass der Aufschwung im Kopf
beginnt", fasst Peter Lehner, Bundesvorsitzender der Jungen
Wirtschaft, den Tenor der Ergebnisse der aktuellen Umfrage der Jungen
Wirtschaft zur Konjunkturlage zusammen.
Angesprochen auf den eigenen wirtschaftlichen Erfolg im zweiten
Halbjahr 2005 zeigen sich die jungen Unternehmen sehr optimistisch.
46 Prozent erwarten in den kommenden sechs Monaten einen besseren
oder gar den bisher besten wirtschaftlichen Erfolg. 34 Prozent
erwarten einen ähnlichen Erfolg wie im letzten Halbjahr. Lediglich 11
Prozent glauben, dass es schlechter wird.
Die Junge Wirtschaft wollte wissen, welche Rahmenbedingungen den
wirtschaftlichen Erfolg am meisten behindern bzw. welche
Veränderungen notwendig sind, um den Erfolg anzukurbeln. Angeführt
wird diese Liste von den steuerlichen Belastungen, gefolgt von der
sozialen Absicherung. Auf Rang drei folgt der Wunsch nach Maßnahmen
für mehr Eigenkapital. Am Ende dieser Skala rangieren der Abbau von
Arbeitnehmerschutz-bestimmungen, sowie die Einführung eines
einheitlichen Steuersatzes. "Gerade die Prioritäten zeigen uns, wie
sorgvoll die heimischen Jungunternehmer mit ihrer Verantwortung als
Arbeitgeber umgehen. Die Verantwortung gehört unterstützt". Von der
Regierung fordert Lehner daher ein "Wachstumspaket für Junge". Damit
wären wirklich Effekte zu erzielen. Zu den jüngsten Vorschlägen der
Regierung resümiert Lehner: "Viel Geld für wenig Jobs. Investitionen
in Jungunternehmer brächten mehr "Job-Rendite".
Die Säulen des Pakets nach JW-Vorstellungen
- Einen steuerlichen Beteiligungsfreibetrag, um privates Sparguthaben
zu Jungunternehmen zu lenken.
- Eine rasche Staatsreform um Freiräume für Steuersenkungen zu
bekommen.
- Ein soziales Auffangnetz für diejenigen, die Risiko für Wachstum
übernehmen (Arbeitslosengeld).
Die heimische Jungunternehmerlandschaft lassen die - zumeist
ernüchternden Prognosen - der Wirtschaftsforschungsinstitute kalt. 48
Prozent nehmen solche Meldungen nicht ernst, oder gar nicht wahr.
Viele, nämlich 37 Prozent, nehmen Konjunkturprognosen sogar zum
Anlass in die Offensive zu gehen und antizyklisch zu reagieren.
Schwache 15 Prozent folgen den Aussagen und gehen in die Defensive.
"Junge Unternehmen gehen mit Selbstvertrauen und Mut an die Arbeit.
Das Ergebnis gibt ihnen Recht. Sie schaffen im Schnitt 3
Arbeitsplätze pro neuem Unternehmen. Das macht pro Jahr 85.000 neue
Arbeitsplätze - mehr als 4x so viele wie der neue Wachstumsgipfel
schafft. Auf den Jobmotor Jungunternehmer zu setzen, ist die Antwort
auf die Krise", betont der Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft.
Zudem wurden die Probleme, die das Vorankommen der jungen Betriebe
behindern, abgefragt. Ganz oben: Geiz ist nicht geil für
Jungunternehmer. Die Tatsache, dass viele Konsumenten nur mehr auf
den Preis und kaum noch auf die Qualität der Ware oder der
Dienstleistung schauen, wird als starkes Problem genannt. Ähnlich
stark problematisch: Gute Mitarbeiter zu finden, die auch leistbar
sind. Viele Jungunternehmer entschließen sich daher vorerst dazu
alleine zu starten.
Im Mittelfeld dieser Statistik rangieren die konjunkturelle Lage,
die gesetzlichen Rahmenbedingungen und der unfaire Mitbewerb. Als
eher geringes Problem wird die Globalisierung gesehen.
Auch bei der Frage wie sich die wirtschaftliche Lage Österreichs in
den kommenden zwölf Monaten verändern wird, zeigen sich die
heimischen Jungunternehmer eher positiv. So glauben 32 Prozent an
eine Verbesserung der Lage, 46 Prozent gehen davon aus, dass es
gleich bleibt und lediglich 20 Prozent erwarten eine
Verschlechterung.
"Dass die Konjunktur schon bessere Zeiten erlebt hat ist uns allen
klar. Man kann die Situation aber auch zusätzlich krank reden - und
das hilft niemanden. "Raus aus dem Jammertal - nicht verzagen,
Marktanteile jagen", wäre für Lehner die richtige Devise. Die
Jungunternehmer halten sich daran, das bestätigen auch die Zahlen.
Bei mehr als 2/3 aller Befragten gibt es keinen oder maximal einen
kaum spürbaren Rückgang bei den Ausgaben der Kunden.
Die Umfrage wurde im Auftrag der Jungen Wirtschaft Österreich vom
Meinungsforschungsinstitut market durchgeführt. Befragt wurden
bundesweit 1.000 Jungunternehmer. (us)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Junge Wirtschaft Walter Gröblinger Tel.: (++43) 0590 900-3508 Fax: (++43) 0590 900-219 mailto:[email protected] http://www.jungewirtschaft.at
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