- 30.08.2005, 11:43:59
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SP-Pfeffer zu 20. Assistenzsoldaten-Selbstmord: Platter lässt Burgenland bei Grenzeinsatz im Stich
"Agieren statt kalmieren" - Parlamentarische Anfrage zu Selbstmordrate
Wien (SK) "Nach 20 Selbstmorden im Grenzeinsatz ist es höchste Zeit,
dass Minister Platter dieses sensible Thema als ernsthaftes Problem
sieht und handelt", verlangt die burgenländische SPÖ-Abgeordnete
Katharina Pfeffer und kündigt dazu eine Parlamentarische Anfrage an.
"Bei jedem Selbstmord zeigen sich die Verantwortlichen des
Bundesheeres und der Minister betroffen, effektive Maßnahmen werden
aber keine gesetzt", beanstandet Pfeffer und wirft dem
Verteidigungsminister vor, "das Burgenland als das sensibelste
Bundesland in punkto Betreuung der Assistenzsoldaten im Stich zu
lassen". ****
Seit mittlerweile fünf Jahren setzt sich Pfeffer für eine bessere
psychologische Betreuung der Assistenzsoldaten ein, "auf die 2001 vom
damaligen Minister Scheibner angekündigte Studie, warum die
Selbstmordrate in der Altergruppe der 15- bis 25-Jährigen so hoch
ist, warten wir immer noch", kritisiert die SPÖ-Abgeordnete.
Inzwischen habe es wiederum mehrere Selbstmorde an der Grenze gegeben
und das Bundesheer versuche stets mit dem gleichen Argument zu
beruhigen, "dass die Selbstmordrate beim Bundesheer nicht höher liegt
als bei anderen Altersgruppen", so Pfeffer. "Als verantwortlicher
Minister müsse Platter an Alternativen und Verbesserungen
interessiert sein und dieses vorhandene Problem nicht
herunterspielen", so Pfeffer. Nicht alle jungen Männer seien der
Ausnahmesituation im Grenzeinsatz gewachsen, "kommen dann noch
private Probleme dazu, kann das eine gefährliche Mischung werden",
schloss Pfeffer. (Schluss) ps/mm
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