• 26.08.2005, 10:28:44
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Gemeindebund und Kommunalkredit helfen von der Flut betroffenen Gemeinden

Hilfsgelder möglichst rasch auszahlen - Überbrückungsaktion der Kommunalkredit

Wien (OTS) - Die rasche und unbürokratische Abwicklung von
Hilfsmaßnahmen und -geldern forderte heute, Freitag,
Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer. "Die von der
Flutkatastrophe betroffenen Gemeinden brauchen jetzt in erster Linie
rasche Unterstützung, um die ärgsten Schäden der Infrastruktur
beheben zu können", so Mödlhammer. ****

Mödlhammer weiter: "Wir sind auch schon in Gespräche mit dem
Finanzminister eingetreten, um die schnellstmögliche Auszahlung von
Geldern aus dem Katastrophenfonds sicherzustellen. Es ist unendlich
wichtig, dass wir die Gemeinden mit ihren existentiellen Sorgen jetzt
nicht alleine lassen." Die Bundesregierung habe schon deutlich
gemacht, dass nach Begutachtung der Schäden der Katastrophenfonds
aufgestockt werden wird.

Mödlhammer kündigte auch an, dass Gemeinden, die nicht vom
Hochwasser betroffen seien, große Solidarität zeigen würden. "Unsere
Landesverbände werden Spendenkonten einrichten, vom Unglück
verschonte Gemeinden können mit einer Spende ihre Solidarität mit den
teils schwer zerstörten Kommunen zeigen."

Überbrückungskredite für Sofortmaßnahmen

Gemeinsam mit der Kommunalkredit Austria, dem Marktführer bei
kommunalen Finanzierungen, wird zudem eine Kreditaktion für
Überbrückungshilfen angeboten. Die Kommunalkredit hilft den Gemeinden
in den Hochwassergebieten mittels zinsfreier Vorfinanzierung der von
Bund und Ländern bereitgestellten Mittel. "Schnelle Hilfe zählt jetzt
doppelt", so Mödlhammer. "Mit diesen Überbrückungskrediten können die
Gemeinden jenen Zeitraum durchstehen, bis die Mittel aus dem
Katastrophenfonds und der Umweltförderung zur Auszahlung gelangen."

Zehn Millionen Euro stellt Kommunalkredit-Chef Reinhard Platzer
insgesamt den Gemeinden zum raschen Wiederaufbau der vom Hochwasser
betroffenen Infrastruktur für zwei Monate zinsenfrei zur Verfügung.
Laut Platzer ist es wichtig, dass die Gemeinden möglichst rasch und
unkompliziert über die notwendigen Mittel verfügen. "Gerade in einer
Krisensituation muss die Gemeinde als bürgernahste Institution Ruhe
und Sicherheit an die Bevölkerung weitergeben können. Es gilt, rasch
und unbürokratisch zu helfen. Genau das tun wir mit dieser Aktion,
gemeinsam mit dem Österreichischen Gemeindebund", so Platzer.

Gemeinden aus den Hochwassergebieten können ab Montag den Kredit
über das E-Government-Portal der Gemeinden "kommunalnet.at" unter
www.kommunalnet.at/Kreditaktion über ein einfaches Formular abrufen
und erhalten die benötigten Mittel innerhalb von zwei Tagen auf ihr
Konto überwiesen. Weiters werden von der Kommunalkredit keine
Bearbeitungs- und Bereitstellungsgebühren verrechnet.
"Bei dieser Gesamtsumme von zehn Millionen Euro handelt es sich um
eine erste Tranche, die später bei Bedarf auch aufgestockt werden
kann", so Platzer.

Förderungen für Siedlungswasserwirtschaft

"Ich bin froh, dass wir den betroffenen Gemeinden mit Hilfe der
Kommunalkredit dieses Angebot machen können, wir werden aber
natürlich dennoch weiter großen Druck auf die zuständigen Politiker
und Ministerien ausüben, damit es zu keinen Verzögerungen bei
Hilfeleistungen für Gemeinden kommt", so Mödlhammer. "Es ist
überlebenswichtig, dass ein Mindestmaß an funktionierender
Infrastruktur rasch wieder hergestellt werden kann."

In Richtung Bundespolitik richtete Mödlhammer die Forderung, dass
Anlagen der Siedlungswasserwirtschaft, die durch das Hochwasser
zerstört wurden hinsichtlich der Förderrichtlinien wie
Neuerrichtungen behandelt werden. "Wasser- und Abwasseranlagen müssen
schnellstmöglich wiederhergestellt werden", so Mödlhammer. "Die
Gemeinden müssen darauf vertrauen können, dass etwaig notwendige
Neuerrichtungen und Sanierungen so gefördert werden, als würde es
sich um einen Neubau handeln. Nur dann ist sichergestellt, dass diese
dringend notwendigen Reparaturen und Neuerrichtungen sofort in
Angriff genommen werden können."

Rückfragehinweis:

Österreichischer Gemeindebund
   Daniel Kosak (Pressesprecher)
   Tel.: +43 1 512 14 80 - 18
   Mobil: 0676 / 53 09 362
   Mail: [email protected]
   www.gemeindebund.at

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