Gemeindebund und Kommunalkredit helfen von der Flut betroffenen Gemeinden

Hilfsgelder möglichst rasch auszahlen - Überbrückungsaktion der Kommunalkredit

Wien (OTS) - Die rasche und unbürokratische Abwicklung von Hilfsmaßnahmen und -geldern forderte heute, Freitag, Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer. "Die von der Flutkatastrophe betroffenen Gemeinden brauchen jetzt in erster Linie rasche Unterstützung, um die ärgsten Schäden der Infrastruktur beheben zu können", so Mödlhammer. ****

Mödlhammer weiter: "Wir sind auch schon in Gespräche mit dem Finanzminister eingetreten, um die schnellstmögliche Auszahlung von Geldern aus dem Katastrophenfonds sicherzustellen. Es ist unendlich wichtig, dass wir die Gemeinden mit ihren existentiellen Sorgen jetzt nicht alleine lassen." Die Bundesregierung habe schon deutlich gemacht, dass nach Begutachtung der Schäden der Katastrophenfonds aufgestockt werden wird.

Mödlhammer kündigte auch an, dass Gemeinden, die nicht vom Hochwasser betroffen seien, große Solidarität zeigen würden. "Unsere Landesverbände werden Spendenkonten einrichten, vom Unglück verschonte Gemeinden können mit einer Spende ihre Solidarität mit den teils schwer zerstörten Kommunen zeigen."

Überbrückungskredite für Sofortmaßnahmen

Gemeinsam mit der Kommunalkredit Austria, dem Marktführer bei kommunalen Finanzierungen, wird zudem eine Kreditaktion für Überbrückungshilfen angeboten. Die Kommunalkredit hilft den Gemeinden in den Hochwassergebieten mittels zinsfreier Vorfinanzierung der von Bund und Ländern bereitgestellten Mittel. "Schnelle Hilfe zählt jetzt doppelt", so Mödlhammer. "Mit diesen Überbrückungskrediten können die Gemeinden jenen Zeitraum durchstehen, bis die Mittel aus dem Katastrophenfonds und der Umweltförderung zur Auszahlung gelangen."

Zehn Millionen Euro stellt Kommunalkredit-Chef Reinhard Platzer insgesamt den Gemeinden zum raschen Wiederaufbau der vom Hochwasser betroffenen Infrastruktur für zwei Monate zinsenfrei zur Verfügung. Laut Platzer ist es wichtig, dass die Gemeinden möglichst rasch und unkompliziert über die notwendigen Mittel verfügen. "Gerade in einer Krisensituation muss die Gemeinde als bürgernahste Institution Ruhe und Sicherheit an die Bevölkerung weitergeben können. Es gilt, rasch und unbürokratisch zu helfen. Genau das tun wir mit dieser Aktion, gemeinsam mit dem Österreichischen Gemeindebund", so Platzer.

Gemeinden aus den Hochwassergebieten können ab Montag den Kredit über das E-Government-Portal der Gemeinden "kommunalnet.at" unter www.kommunalnet.at/Kreditaktion über ein einfaches Formular abrufen und erhalten die benötigten Mittel innerhalb von zwei Tagen auf ihr Konto überwiesen. Weiters werden von der Kommunalkredit keine Bearbeitungs- und Bereitstellungsgebühren verrechnet.
"Bei dieser Gesamtsumme von zehn Millionen Euro handelt es sich um eine erste Tranche, die später bei Bedarf auch aufgestockt werden kann", so Platzer.

Förderungen für Siedlungswasserwirtschaft

"Ich bin froh, dass wir den betroffenen Gemeinden mit Hilfe der Kommunalkredit dieses Angebot machen können, wir werden aber natürlich dennoch weiter großen Druck auf die zuständigen Politiker und Ministerien ausüben, damit es zu keinen Verzögerungen bei Hilfeleistungen für Gemeinden kommt", so Mödlhammer. "Es ist überlebenswichtig, dass ein Mindestmaß an funktionierender Infrastruktur rasch wieder hergestellt werden kann."

In Richtung Bundespolitik richtete Mödlhammer die Forderung, dass Anlagen der Siedlungswasserwirtschaft, die durch das Hochwasser zerstört wurden hinsichtlich der Förderrichtlinien wie Neuerrichtungen behandelt werden. "Wasser- und Abwasseranlagen müssen schnellstmöglich wiederhergestellt werden", so Mödlhammer. "Die Gemeinden müssen darauf vertrauen können, dass etwaig notwendige Neuerrichtungen und Sanierungen so gefördert werden, als würde es sich um einen Neubau handeln. Nur dann ist sichergestellt, dass diese dringend notwendigen Reparaturen und Neuerrichtungen sofort in Angriff genommen werden können."

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