- 26.08.2005, 09:30:14
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Steigende Holznachfrage ruft Forstchefs zusammen
Treffen der Vorstände ost- und mitteleuropäischer Staatsforste in Salzburg
Wien, 26. August 2005 (OTS) - Aus Anlass der in Mittel- und
Osteuropa stetig steigenden Nachfrage nach Holz trafen sich die Chefs
der staatlichen Forstbetriebe aus Polen, Bulgarien, Kroatien, Bayern,
Brandenburg, Serbien/Montenegro, der Slowakei, der Tschechischen
Republik und Österreich. Auf Einladung der Vorstände der
Österreichischen Bundesforste Georg Erlacher und Thomas Uher wurden
in Salzburg drei Tage lang die zentralen Zukunftsthemen des
europäischen Holzmarktes und deren Auswirkungen auf die Forstbetriebe
erörtert.
- Holznachfrage steigt rasant -
Die Gründe für die gesteigerte Holznachfrage liegen direkt vor
Österreichs Haustüre. Während die Entwicklung in Österreich
kontinuierlich verläuft, steigt die Nachfrage in Osteuropa rasant.
Hier rechnen Experten bis zum Jahr 2030 mit einer Verdreifachung des
Pro-Kopf-Verbrauchs. Nachbarländer, die vor kurzer Zeit noch zu den
Holzexporteuren zählten, können mittlerweile ihren Inlandsbedarf
nicht mehr vollständig mit ihrem eigenen Holzaufkommen abdecken.
Polen, Tschechien und die Slowakei waren bisher klassische
Holzexportländer. Gegenwärtig steigt der Verbrauch von Holz in diesen
Ländern so stark, dass sie immer häufiger auf Rundholz-Importe
zurückgreifen müssen, um die rasant wachsende Holzindustrie mit
Rohstoff versorgen zu können.
Der Verbrauch von Rohstoffen steigt jedoch nicht nur in unseren
Nachbarländern. Diese Verknappung ist ein Phänomen, das derzeit für
viele Güter weltweit beobachtbar ist. Der "Rohstoffhunger" von
Boom-Ländern wie China und Indien saugt zum Beispiel Stahl und Öl von
den Weltmärkten ab und treibt die Rohstoffpreise in die Höhe. Vor
diesem Hintergrund gewinnen nachwachsende Rohstoffe wie Holz immer
mehr an Bedeutung. Beim Holzpreis rechnet ÖBf-Vorstand Erlacher mit
einer moderaten Preisentwicklung: "Bei Holz ist keine
Preisentwicklung wie bei Stahl oder Öl zu erwarten, aber der Trend
ist eindeutig ein positiver. Das ist eine klare Auswirkung der
Renaissance von erneuerbaren, nachhaltigen Rohstoffen. Neue,
innovative Verwendungsarten für Holz sind gefragt. Ein Beispiel dafür
ist die Holz-Biomasse. In diesem Bereich ist die Nachfrage in der
letzten Zeit stark gewachsen."
- Herausforderung für die Bundesforste -
Die Bundesforste haben diesen Trend schon frühzeitig erkannt.
"Erneuerbare Energie - und da ganz besonders Biomasse - ist schon
jetzt ein wichtiger Wachstumsbereich der ÖBf. Wir glauben, dass
dieser nachwachsende Rohstoff unseres Landes in Zukunft stärker
genutzt werden muss. Dafür können die Bundesforste die entsprechenden
Leistungen anbieten", meint Bundesforste-Vorstand Uher.
Rückfragehinweis:
Österreichische Bundesforste AG
Bernhard Schragl
Tel: 02231/600-215
E-Mail: [email protected]
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