- 23.08.2005, 13:19:36
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Bauernbund Jugend-Studie: Österreicher für "Geschmack der Heimat"
Grillitsch: Bekenntnis zu österreichischer Qualität beim Einkauf notwendig
Wien (AIZ) - Die Österreichische Jungbauernschaft - Bauernbund
Jugend hat eine Studie über den bisherigen Verlauf der von
Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch initiierten Aktion "Der
Geschmack der Heimat" in Auftrag gegeben. "Die Ergebnisse der Studie
beweisen, dass die Österreicherinnen und Österreicher den 'Geschmack
der Heimat' wollen und die Aktion unterstützen. Über 90% der
Befragten halten eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Konsumenten,
Handel und Landwirten für eine gute Idee. Fast 80% wären bereit, für
die hochwertigen österreichischen Qualitäts-Lebensmittel um 10 bis
20% mehr zu zahlen. Ebenso viele Österreicher würden trotz der
billigeren nicht-österreichischen Konkurrenz zu heimischen
Lebensmitteln greifen", fasste der Bauernbund-Präsident das
wichtigste Ergebnis der Studie zusammen.
"Diese Zahlen zeigen, dass die Konsumenten bereit sind, ihren Teil
am Pakt zu erfüllen und faire sowie marktkonforme Preise zu bezahlen,
damit österreichische Produkte kostendeckend produziert werden
können. Erfreulich ist, dass die Österreicher ganz offensichtlich den
Zusammenhang zwischen Qualität und Preis verstehen. Darauf können wir
aufbauen. Jetzt muss es uns darum gehen, dass sie dieses Bekenntnis
zu heimischer Qualität auch beim täglichen Einkauf vor dem
Supermarktregal ablegen", so Grillitsch. "Jeder kann seinen Teil dazu
beitragen, den heimischen Lebensmitteln jenen Stellenwert zu geben,
der ihnen auf Grund der ausgezeichneten Qualität und der hohen
Standards, zu denen die österreichischen Bauern produzieren,
zusteht", so der Bauernbund-Präsident.
Erster Zwischenbefund der Aktion "Geschmack der Heimat"
Martin Wetschka, Bundesobmann der Österreichischen
Jungbauernschaft, betonte, dass die Jungbauern sich bereits zu Beginn
der Aktion "Der Geschmack der Heimat" dazu verpflichtet hätten, die
Resultate der Initiative einem Monitoring zu unterziehen. "Nach etwas
mehr als einem halben Jahr Laufzeit liegt nun der erste
Zwischenbefund vor und dieser ist aus unserer Sicht sehr erfreulich.
Das oberste Ziel, nämlich Bewusstsein für den Wert der heimischen
Lebensmittel zu schaffen, konnte erreicht werden, wie die Zahlen der
Studie eindrucksvoll belegen. Das Monitoring war für uns auch sehr
wichtig, um Kritik, die durchaus vorhanden war, mit objektiven Zahlen
zu widerlegen. Außerdem zeigt uns diese Evaluierung, wo die nächsten
Schritte der Aktion hinführen müssen", erklärte der Bundesobmann der
Österreichischen Jungbauernschaft.
Qualitätsdenken statt Preisschlacht
Bedenklich ist für Wetschka in diesem Zusammenhang, dass die
Lebensmittelketten immer noch hauptsächlich (61%) den Preis der
Produkte und nicht deren Qualität (31%) hervorheben. "Hier müssen wir
ansetzen, um dieses Verhältnis umzukehren - weg von der reinen
Preisschlacht, hin zu einem Qualitätsdenken", so Wetschka. Die
Initiative wird fortgeführt, wobei verstärkt auch die Meinungsbildner
im ländlichen Raum - etwa die Bäuerinnen - in die Information der
Bevölkerung einbezogen werden sollen. Die Jungbauern werden außerdem
in den nächsten Wochen eine Informationskampagne mit Flugblättern in
den Einkaufsstraßen durchführen.
Bemerkenswert hohe Bekanntheit der Aktion
Studienleiter Peter Ulram vom Marktforschungsinstitut Fessel-GfK
präsentierte die Eckdaten der Studie. Befragt wurden mehr als 1.000
Frauen und Männer über 15 Jahre aus ganz Österreich. "Bemerkenswert
ist die bereits nach einem halben Jahr vorhandene hohe Bekanntheit
der Initiative. 15% ist angesichts der Medienpartnerschaft mit nur
einer Tageszeitung ein sehr guter Wert, der zeigt, dass das Thema ein
sensibles ist", so Ulram. Überdurchschnittlich bekannt ist der
"Geschmack der Heimat" - wenig verwunderlich - bei den Hausfrauen mit
19%. Bei einem Bundesländervergleich zeigt sich, dass die Steirer
(22%) und Tiroler (18%) am besten über die Initiative Bescheid
wissen. "Ein zentrales Ergebnis im Zusammenhang mit der Bekanntheit
ist auch, dass Befragte in kleineren Orten die Aktion eher kennen als
Bewohner von größeren Städten", erläuterte Ulram.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533-18-43, mailto:[email protected]
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38
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