- 20.08.2005, 12:53:51
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Amon lehnt Leitl-Vorschlag ab
Steuerreform soll Bestandteil eines nächsten Regierungsübereinkommens sein
Wien (OTS) - "Klar abzulehnen" ist für ÖAAB-Generalsekretär
Abg.z.NR Werner Amon der heutige Vorschlag von
Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl, dass bei einer neuen
Steuerreform vor allem das 13. und 14. Gehalt von Unternehmern
steuerlich begünstigt werden müsse. "Das geht einer Irreführung der
Bevölkerung nahe, denn schließlich und endlich haben Unternehmer kein
Gehalt, sondern ein Einkommen"; so Amon weiter.
Man könne und dürfe diese beiden Bezugsarten steuerrechtlich nicht
miteinander vermischen, denn "für Unternehmer gelten völlig andere
steuerliche Voraussetzungen", stellte Amon klar. Oder man müsse
generell über eine völlige Gleichbehandlung von Unternehmern und
Arbeitnehmern in steuerlicher Hinsicht reden, auch im Hinblick auf
den Zeitpunkt der Steuerleistung oder den verschiedensten
Abschreibungsmöglichkeiten, "denn hier hätten Unternehmer weit mehr
Gestaltungsmöglichkeiten als Arbeitnehmer", betonte Amon.
Allgemein zur laufenden Diskussion um eine künftige Steuerreform
merkte Amon an, dass "eine solche Reform Bestandteil eines künftigen
Regierungsübereinkommens sein sollte, das in der nächsten
Legislaturperiode verwirklich wird". Aus seiner Sicht solle man
durchaus auch über den Spitzensteuersatz diskutieren, der in
Österreich in der Tat - wenn man sich internationale Vergleiche
ansehe - sehr hoch ist und damit vor allem Leistungsträger belaste.
"Mindestens gleich wichtig wie das Thema des Spitzensteuersatzes ist
für mich aber auch eine weitere Entlastung der Familien", betonte
Amon. So solle man beispielsweise unbedingt auch über die Frage eines
steuerfreien Existenzminimums pro Familienmitglied diskutieren, was
den Vorteil einer wesentlichen Vereinfachung des Steuersystems haben
könnte"; schloss Amon.
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