Hilfstransport des Hilfswerk Austria erreicht Republik Moldau

Medikamente, Hygieneartikel und Bekleidung für Waisenkinder

Wien (OTS) - Heute Freitag 12. August erreicht ein Hilfstransport aus Österreich die Republik Moldau. Geliefert werden Medikamente, Verbandsmaterial, Hygieneartikel, PCs, Schulartikel und neue Kleidung aus Österreich im Wert von rund 200.000 Euro, die von den österreichischen Firmen Nycomed, Schöps, Libro, Lohmann-Rauscher, Henkel, Huber Trikot, S&T System Integration und Technologie, und von der Handarbeitsstube Sieglinde gespendet worden waren. Die Hilfsgüter werden in den vom Hilfswerk betreuten Kinder- und Behindertenheimen verteilt.

Dr. Heidi Burkhart vom Hilfswerk Austria: "Nach zahlreichen administrativen Hürden konnte der Transport nun die Republik Moldau erreichen, und die Hilfsgüter werden an die von uns betreuten behinderten und Waisenkinder verteilt. Im Namen dieser Kinder danken wir den Spenderfirmen sowie Panalpina herzlich für ihre Unterstützung!"

Seit 4 Jahren betreut das Hilfswerk in Moldau und Transnistrien behinderte Kinder und Waisenkinder. In dieser Zeit gab es in Moldau keinen nennenswerten wirtschaftlichen Aufschwung: Der durchschnittliche Monatslohn eines Arbeiters beträgt 30 EUR , die Arbeitslosigkeit liegt weit über 50%. Jährlich landen Tausende moldawische Kinder in Heimen oder auf der Straße, weil ihre Eltern finanziell außerstande sind, ihre Kinder durchzubringen.

Ein groß angelegtes Kinderschutzprogramm des Hilfswerks bekämpft daher in der Republik Moldau und in Transnistrien die Institutionalisierung in Heimen, die Vernachlässigung und den Mißbrauch von Kindern und Jugendlichen sowie die mangelnde Ausbildung. Das Hilfswerk unterstützt Waisen- und Behindertenheime mit baulichen Maßnahmen, mit Therapiemöglichkeiten, mit Aus- und Weiterbildung für die BetreuerInnen, setzt sich für die Rückführung der geschätzten 50.000 Sozialwaisen in Familien ein und bekämpft Landflucht und Menschenhandel.

Das Programm besteht aus sieben Teilprojekten:

1) Errichtung eines Tageszentrums und einer Mittelschule mit Lehrausbildungen für Jugendliche in Grigorauca. 2) Ausbau zweier Kinderheime und Schule mit Lehrausbildung in Straseni. 3) Erweiterung des Small Groups Home (moderne Betreuungsmethoden) in Chisinau. 4) Unterstützung und Ausbau eines Kindertageszentrums im Rayon Dubasari (Transnistrien). 5) Förderung eines Behinderten- und Waisenhauses für Buben in Tiraspol (Transnistrien). 6) Reintegration von Heimkindern in die Gesellschaft: Schulungen und Entwicklung von Rahmenbedingungen (Tageszentren, organisatorische Unterstützung, Supervision, Standards...) für Familien, die Kinder (wieder) aufnehmen wollen. 7) Aufklärungskampagnen und Unterricht über Menschenhandel und soziale Probleme.

Das Kinderschutzprogramm des Hilfswerks wird von der Österreichischen Ostzusammenarbeit, von der EU-Kommission (TACIS) und aus Spendengeldern finanziert.

Dr. Burkhart erzählt: "Die Lage in den moldawischen Waisenheimen ist katastrophal: Sie sind überbelegt und äußerst baufällig, es gibt zu wenig Medikamente, und die Betreuer sind völlig überfordert. Behinderte Kinder liegen sich in ihren Betten wund, weil sie tagelang einfach liegen gelassen werden. Unser Ziel ist daher kurzfristig die bauliche Renovierung - das mittelfristige Ziel muß es aber sein, diese Kinder wieder in die Geborgenheit einer Familie zurückzuführen."

Spendenkonto PSK 90.001.002, Kennwort "Moldau"

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