• 04.08.2005, 09:39:43
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Weißensee und Farchtnersee werden Kärntens zweiter Naturpark

LH Haider und LHStv. Strutz erwarten enorme Chancen für Naturschutz und Tourismus

Klagenfurt (LPD) - Kärntens zweiter Naturpark befindet sich in der
Umsetzung. Die Landschaftsschutzgebiete Weißensee und Farchtnersee
sollen durch diesen Titel ab Anfang nächsten Jahres eine weitere
Aufwertung sowie verstärkte touristische Chancen erfahren. Die
bereits abgeschlossenen Vorarbeiten zum Projekt bestanden aus
umfassender Information der Grundbesitzer, der Bevölkerung sowie der
Gemeindevertreter und Tourismusbetriebe. Dabei ist laut den
Projektverantwortlichen in der Region eine breite Zustimmung für den
Naturpark erzielt worden. Tourismusreferent Landeshauptmann Jörg
Haider und sein Stellvertreter Naturschutzreferent Martin Strutz
stellten die Naturparkinitiative gestern, Mittwoch, bei einer
Pressekonferenz in Techendorf vor.

Der Landeshauptmann strich den touristischen Nutzen hervor, den
man aus dem gut zu bewerbenden Naturpark ziehen könne. Er bezeichnete
die Region um den Weißensee als besonderes Juwel, das auch in
besonderer Form präsentierbar erhalten werden müsse. Zweckgebundene
Mittel für Naturschutz und Tourismus soll die angedachte Anpassung
bestimmter Landes-, Gemeinde-, und Verwaltungsabgaben bringen. Diese
Abgaben würden vor allem den Gemeinden zugute kommen, betonte Haider.

Naturschutzreferent Strutz strich hervor, dass der Weißensee alle
Voraussetzungen für einen Naturpark erfülle. So würden hier bereits
Landschaftsschutzgebiete bestehen, zudem seien die allgemeine
Zugänglichkeit und die Eignung des Gebietes zur Erholung und
Wissensvermittlung gegeben. Um ein Funktionieren des Naturparks zu
sichern, sei man dem sogenannten Bottom Up-Ansatz gefolgt, erklärte
Strutz. Dabei gehe es um die Einbindung aller Betroffenen, etwa durch
Einzelgespräche, Infoveranstaltungen und Workshops. So habe man
Skepsis zerstreuen und Ängste abbauen können.

Peter Fercher von der Abteilung für Landesplanung verwies auf
Bildung, Naturschutz, Erholung und Regionalentwicklung als die vier
Säulen eines Naturparks. Wichtig sei es, dass die Leute
dahinterstehen, was am Weißensee auch der Fall sei, meinte er. Laut
Fercher ist die Eröffnung des Naturparks Weißensee im Frühling 2006
realistisch. Durch dieses Projekt könne außerdem in der Region
zusätzliche Beschäftigung entstehen, so der Abteilungsleiter weiters.

Der künftige Naturpark wird in den Gemeinden Weißensee,
Stockenboi und Paternion liegen. Die Vorbereitungsarbeiten wurden
Anfang 2004 in den drei Gemeinden begonnen, seit Mitte 2005 wurde der
Prozess im Auftrag des Landes Kärnten vom Umweltplanungsbüro
Pichorner moderiert. Für Planerin Birgit Pichorner wird der neue
Naturpark eine Vorbildlandschaft darstellen und zeigen, wie
Naturschutz funktioniert. Sie erwartet sich für die Region einen
landschafts- und ressourcenschonenden Weg in die Zukunft.

Beim Pressegespräch in Techendorf waren auch die Bürgermeister
Johann Weichsler (Weißensee), Hans Jörg Kerschbaumer (Stockenboi) und
Georg Eder (Paternion) anwesend. Sie betonten ebenfalls, dass die
Bevölkerung hinter dem Naturpark stehe und dass man sich besonders
touristische Chancen erwarte.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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