- 03.08.2005, 14:07:58
- /
- OTS0148 OTW0148
LHStv. Strutz kritisiert "sündteure Werbekampagne" von BM Gehrer
Alte Hüte sollen als Reformen verkauft werden - Kärnten hat "Die neue Schule" bereits großteils umgesetzt
Klagenfurt (LPD) - Scharf kritisiert hat heute, Mittwoch, Kärntens
Bildungsreferent LHStv. Martin Stutz die "sündteure Werbekampagne"
von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer. Was hier unter dem Titel
"Die neue Schule" verkauft werde, seien alte Hüte. Viele dieser
Maßnahmen seien insbesondere in Kärnten schon lange umgesetzt worden.
Die über eine Million Euro für 3.000 Plakate und Folder der Kampagne
sollte besser in den Bildungsbereich investiert werden, forderte
Strutz. "Wenn Gehrer in der Kampagne die Fünftagewoche, die
Tagesbetreuung und den Förderunterricht als 'Die neue Schule'
verkauft, stellt sich die Frage, was daran neu sein soll?", so der
Bildungsreferent.
Die Fünftagewoche sei in Kärnten im Schulbereich bereits vor
Jahren verwirklicht worden, die Tagesbetreuung sowohl im Schul- als
auch im Hortbereich sei gut organisiert und die Umbenennung des
Turnunterrichtes in "Leibesübung, Bewegung und Sport" könne nicht als
der große Reformschritt verkauft werden, der eine millionenteure
Werbekampagne rechtfertige, meinte Strutz. Zudem werde die
Frühförderung, die von Gehrer als große Neuerung beworben werde, von
den Ländern selbstständig organisiert und der Bund trage lediglich
einen Bruchteil der Kosten.
Anstatt mit großflächigen Plakaten, Inseraten und Foldern einen
Vorwahlkampf im Bildungsbereich zu führen, sollte Gehrer sich mehr um
die tatsächlich notwendigen Reformen im Bildungsbereich kümmern,
strich der Kärntner Bildungsreferent hervor. In Wirklichkeit werde
"Die neue Schule" von Gehrer behindert. So sei für Kärnten die
Finanzierung zusätzlicher Lehrern gestrichen worden, weitere
Lehrerdienstposten seien nicht genehmigt worden und die versprochene
Mitfinanzierung für die Erhaltung der Strukturen aufgrund der
rückläufigen Schülerzahlen sei nach wie vor ausständig. "Anstatt
sündteure Kampagnen im Sommer zu starten, soll Gehrer lieber über die
Sommermonate ihre Hausaufgaben erledigen, damit im Herbst tatsächlich
neue Reformen Platz greifen können", sagte Strutz.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at/index.html
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL






