LHStv. Strutz kritisiert "sündteure Werbekampagne" von BM Gehrer

Alte Hüte sollen als Reformen verkauft werden - Kärnten hat "Die neue Schule" bereits großteils umgesetzt

Klagenfurt (LPD) - Scharf kritisiert hat heute, Mittwoch, Kärntens Bildungsreferent LHStv. Martin Stutz die "sündteure Werbekampagne" von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer. Was hier unter dem Titel "Die neue Schule" verkauft werde, seien alte Hüte. Viele dieser Maßnahmen seien insbesondere in Kärnten schon lange umgesetzt worden. Die über eine Million Euro für 3.000 Plakate und Folder der Kampagne sollte besser in den Bildungsbereich investiert werden, forderte Strutz. "Wenn Gehrer in der Kampagne die Fünftagewoche, die Tagesbetreuung und den Förderunterricht als 'Die neue Schule' verkauft, stellt sich die Frage, was daran neu sein soll?", so der Bildungsreferent.

Die Fünftagewoche sei in Kärnten im Schulbereich bereits vor Jahren verwirklicht worden, die Tagesbetreuung sowohl im Schul- als auch im Hortbereich sei gut organisiert und die Umbenennung des Turnunterrichtes in "Leibesübung, Bewegung und Sport" könne nicht als der große Reformschritt verkauft werden, der eine millionenteure Werbekampagne rechtfertige, meinte Strutz. Zudem werde die Frühförderung, die von Gehrer als große Neuerung beworben werde, von den Ländern selbstständig organisiert und der Bund trage lediglich einen Bruchteil der Kosten.

Anstatt mit großflächigen Plakaten, Inseraten und Foldern einen Vorwahlkampf im Bildungsbereich zu führen, sollte Gehrer sich mehr um die tatsächlich notwendigen Reformen im Bildungsbereich kümmern, strich der Kärntner Bildungsreferent hervor. In Wirklichkeit werde "Die neue Schule" von Gehrer behindert. So sei für Kärnten die Finanzierung zusätzlicher Lehrern gestrichen worden, weitere Lehrerdienstposten seien nicht genehmigt worden und die versprochene Mitfinanzierung für die Erhaltung der Strukturen aufgrund der rückläufigen Schülerzahlen sei nach wie vor ausständig. "Anstatt sündteure Kampagnen im Sommer zu starten, soll Gehrer lieber über die Sommermonate ihre Hausaufgaben erledigen, damit im Herbst tatsächlich neue Reformen Platz greifen können", sagte Strutz.
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