- 02.08.2005, 19:32:24
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Neues Volksblatt: "Signal" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 3. August 2005
Linz (OTS) - Da war er gestern gleich zweimal wieder, der
Anti-Brüssel-Effekt. Man brauche "keine Ratschläge aus bürgerfremden
Zentralen in Brüssel", antwortete der niederösterreichische
ÖVP-Klubobmann Schneeberger auf die EU-Bedenken gegen die
Handymastensteuer. Und dass die EU angeblich den Kellnerinnen das
Dekolletee verhängen will, sorgte überhaupt für eine ganz aufgeheizte
Stimmung. Als sich Letzteres als sachlich ganz anders gelagerte
Angelegenheit - Maßnahmen zum Arbeitnehmerschutz - entpuppte, war die
Milch schon verschüttet. Brüssel, beziehungsweise die EU, stand
wieder als dämlich da. Es ist schon bemerkenswert, dass selbst nach
zehnjähriger österreichischer Mitgliedschaft noch so viel Unwissen
über das Funktionieren der Union herrscht. Statt reflexartig auf
Brüssel loszudreschen, sollte es der Politik ein ganz großes und vor
allem ständiges Anliegen sein, zum Verstehen der Union beizutragen.
Aber auch die Gremien der EU sind gefordert zu diesem Verstehen
beizutragen. Mit überzogenen Vorschriften aufzuräumen, wie es
Bundeskanzler Schüssel gefordert hat, wäre sicher ein gutes Signal.
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