• 24.07.2005, 10:00:00
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  • OTS0010 OTW0010

Österreichischer Exekutive gelingt Schlag gegen Schleppermafia

Achtzehn Verdächtige in Haft

Wien (OTS) - Das Bundeskriminalamt (.BK) und das Landeskriminalamt
Niederösterreich führten seit April 2005 umfangreiche Erhebungen
gegen eine Schlepperorganisation durch, die sich darauf spezialisiert
hat, indische-, pakistanische-, und bengalische Staatsbürger über die
Slowakei nach Österreich und von hier weiter in andere Länder der EU
zu schleppen.

Im Zuge der Erhebungen wurden mehrere Observationen durchgeführt,
deren Auswertung ergab, dass die angezeigten Personen laufend
Migranten von Schleppern aus der Slowakei geschickt bekamen, diese
dann in Bunkerwohnungen unterbrachten, und in weiterer Folge die
Weiterschleppung, insbesondere nach Italien, organisierten.

Zumeist wurden die Geschleppten mit Fahrzeugen über die
Grenzübergänge Berg, Drasenhofen und Kittsee nach Österreich
gebracht. Nach einem Aufenthalt in Wien ging es direkt nach Venedig
weiter.

Neben den Fahrzeugschleppungen können den Verdächtigen aber auch
Schleppungen per Bahn nachgewiesen werden. Bei diesen Schleppungen
führte die Route entweder direkt vom Südbahnhof nach Venedig oder
über den Westbahnhof nach Innsbruck und anschließend weiter nach
Bozen. Weiters besteht der Verdacht, dass die Verhafteten auch
Schleppungen mit gefälschten bzw. gestohlenen Reisepässen nach
Kanada organisierten.

Insgesamt sollen die Verdächtigen in der Zeit von Anfang April
2005 bis Mitte Juli 2005, mindestens 500 Personen in den EU-Raum
geschleppt haben.

Einer der Hauptverdächtigen gab bei seiner Einvernahme zu, 110
Personen geschleppt zu haben.

Seit April 2005 wurden insgesamt achtzehn Personen festgenommen.
Es handelt sich dabei um zwei slowakische, zwölf indische, drei
pakistanische und einen ukrainische Staatsbürger. In Italien wurden
auch drei polnische Fahrzeugschlepper festgenommen.

Rückfragehinweis:

Landeskriminalamt Niederösterreich
   Oberst Franz Polzer
   Tel.:  059133-30-3333 
   
   Bundeskriminalamt Schlepperbekämpfung
   Oberst Gerald Tatzgern
   Tel.: 0664 - 522 43 25

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