- 05.07.2005, 12:50:52
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Kräuter: NÖ-Naturschutzverfahren erst ab 2012 - Semmeringtunnel ist Geschichte
Koralmbahn-Ungarn-Verbindung statt SBT - Alternative wird bereits zweigleisig geplant
Wien (SK) SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter teilte
unter Berufung auf wörtlich protokollierte Aussagen des Vorstandes
der ÖBB-Infrastruktur BauAG, Georg-Michael Vavrovsky, im heutigen
"kleinen Untersuchungsausschuss" im Parlament für die
Infrastrukturzukunft der Steiermark entscheidende Pläne der ÖBB mit.
Kräuter: "Vorstandsdirektor Vavrovsky hat heute vormittag dezitiert
und wörtlich ausgesagt, dass es sich bei den Planungen einer
Bahntrasse im Süden von Graz NICHT um eine Güterzugsumfahrung,
sondern um eine Verbindung Koralmbahn Richtung Osten nach Ungarn
handelt. Weiters ist mitgeteilt worden, dass derzeit südlich von Graz
ein sogenanntes Trassenband erhoben werde, dass bei höherer Kapazität
mit einer zweigleisigen Verbindung ausgestattet wird." Damit hätten
sich die Warnungen Kräuters, wie er Dienstag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst unterstrich, vor einer längst einsetzenden
Alternativplanung für den in Wirklichkeit abgeschriebenen
Semmeringbasistunnel als richtig und berechtigt erwiesen. ****
Kräuter: "Vorstandsdirektor Vavrovsky hat weiters zu
Protokoll gegeben, dass die Verfahren über eine naturschutzrechtliche
Bewilligung durch das Land Niederösterreich ERST IM JAHR 2012
BEGINNEN WERDEN und mit einer Planungsdauer von insgesamt zehn bis 15
Jahren zu rechnen sei. Damit ist der Semmeringbasistunnelschmäh wohl
endgültig enttarnt."
Kräuter forderte Landeshauptmann Klasnic auf, der Bevölkerung
in der Steiermark reinen Wein einzuschenken: "Erstens wird die
Industrieregion in der Obersteiermark ohne leistungsstarke
Bahnverbindung durch den Semmering mittelfristig vernichtet, zweitens
wird durch dichtest besiedeltes Gebiet im Großraum Graz eine
internationale hochfrequentierte Schienenverbindung von Italien nach
Ungarn geplant. Das bewusste Verleugnen und Verschweigen dieser
Entwicklung wäre eine historische Schandtat an der steirischen
Bevölkerung." Zu den seltsam realitätsfernen Aussagen des
ÖVP-Verkehrssprechers Miedl erübrige sich jeder weitere Kommentar,
schloss Kräuter. (Schluss) up/mp
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