Kräuter: NÖ-Naturschutzverfahren erst ab 2012 - Semmeringtunnel ist Geschichte

Koralmbahn-Ungarn-Verbindung statt SBT - Alternative wird bereits zweigleisig geplant

Wien (SK) SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter teilte unter Berufung auf wörtlich protokollierte Aussagen des Vorstandes der ÖBB-Infrastruktur BauAG, Georg-Michael Vavrovsky, im heutigen "kleinen Untersuchungsausschuss" im Parlament für die Infrastrukturzukunft der Steiermark entscheidende Pläne der ÖBB mit. Kräuter: "Vorstandsdirektor Vavrovsky hat heute vormittag dezitiert und wörtlich ausgesagt, dass es sich bei den Planungen einer Bahntrasse im Süden von Graz NICHT um eine Güterzugsumfahrung, sondern um eine Verbindung Koralmbahn Richtung Osten nach Ungarn handelt. Weiters ist mitgeteilt worden, dass derzeit südlich von Graz ein sogenanntes Trassenband erhoben werde, dass bei höherer Kapazität mit einer zweigleisigen Verbindung ausgestattet wird." Damit hätten sich die Warnungen Kräuters, wie er Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst unterstrich, vor einer längst einsetzenden Alternativplanung für den in Wirklichkeit abgeschriebenen Semmeringbasistunnel als richtig und berechtigt erwiesen. ****

Kräuter: "Vorstandsdirektor Vavrovsky hat weiters zu Protokoll gegeben, dass die Verfahren über eine naturschutzrechtliche Bewilligung durch das Land Niederösterreich ERST IM JAHR 2012 BEGINNEN WERDEN und mit einer Planungsdauer von insgesamt zehn bis 15 Jahren zu rechnen sei. Damit ist der Semmeringbasistunnelschmäh wohl endgültig enttarnt."

Kräuter forderte Landeshauptmann Klasnic auf, der Bevölkerung in der Steiermark reinen Wein einzuschenken: "Erstens wird die Industrieregion in der Obersteiermark ohne leistungsstarke Bahnverbindung durch den Semmering mittelfristig vernichtet, zweitens wird durch dichtest besiedeltes Gebiet im Großraum Graz eine internationale hochfrequentierte Schienenverbindung von Italien nach Ungarn geplant. Das bewusste Verleugnen und Verschweigen dieser Entwicklung wäre eine historische Schandtat an der steirischen Bevölkerung." Zu den seltsam realitätsfernen Aussagen des ÖVP-Verkehrssprechers Miedl erübrige sich jeder weitere Kommentar, schloss Kräuter. (Schluss) up/mp

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