• 30.06.2005, 13:52:23
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Matznetter: Klein- und Mittelverdiener haben nichts von geförderter "Zukunftsvorsorge"

Wien (SK) Die Befürchtungen der SPÖ im Zusammenhang mit der
von der Regierung geschaffenen Zukunftsvorsorge haben sich bestätigt,
sagte SPÖ-Finanzsprecher Christoph Matznetter zur heute vorgestellten
Studie der Arbeiterkammer. "Die Zukunftsvorsorge ist ein Produkt für
Besserverdiener", so Matznetter, die Klein- und Mittelverdiener, die
von den Pensionskürzungen durch die Regierung Schüssel am stärksten
betroffen sind, hätten nichts davon. ****

Bisher haben 456.500 Personen die prämiengeförderte
Zukunftsvorsorge abgeschlossen (Stand April 2005); im Jahr 2004
wurden insgesamt 367 Millionen Euro eingezahlt. Im Durchschnitt liegt
der Sparbetrag laut AK bei 74 Euro pro Monat. "Dieses Produkt ist für
das unterste Einkommensdrittel überhaupt ungeeignet", sagte
Matznetter. Auch für den Mittelstand, der mit stark gestiegenen
Lebenshaltungskosten und zurückbleibenden Reallöhnen und KMU-Gewinnen
konfrontiert ist, sei das nicht finanzierbar. "Es waren aber just
diese zwei Gruppen, die von der Regierung Schüssel die schlimmsten
Pensionskürzungen angetan bekommen und die bei der Steuerreform keine
Entlastung bekommen haben", so Matznetter.

"So angenehm es für die Wiener Börsenentwicklung war, dass
die Zukunftsvorsorge den ATX in die Höhe getrieben hat, so negativ
wirkt sich die dadurch gestiegene Sparquote auf die Inlandsnachfrage,
somit auf Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit, aus", erläuterte
Matznetter. Denn Sparen fördern und die Sparquote erhöhen ist "genau
das falsche politische Signal in einer Zeit, wo die ohnehin lahme
europäische Konjunktur durch die österreichische Regierung und ihre
Politik noch weiter gedämpft wird". (Schluss) wf

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