Matznetter: Klein- und Mittelverdiener haben nichts von geförderter "Zukunftsvorsorge"

Wien (SK) Die Befürchtungen der SPÖ im Zusammenhang mit der
von der Regierung geschaffenen Zukunftsvorsorge haben sich bestätigt, sagte SPÖ-Finanzsprecher Christoph Matznetter zur heute vorgestellten Studie der Arbeiterkammer. "Die Zukunftsvorsorge ist ein Produkt für Besserverdiener", so Matznetter, die Klein- und Mittelverdiener, die von den Pensionskürzungen durch die Regierung Schüssel am stärksten betroffen sind, hätten nichts davon. ****

Bisher haben 456.500 Personen die prämiengeförderte Zukunftsvorsorge abgeschlossen (Stand April 2005); im Jahr 2004 wurden insgesamt 367 Millionen Euro eingezahlt. Im Durchschnitt liegt der Sparbetrag laut AK bei 74 Euro pro Monat. "Dieses Produkt ist für das unterste Einkommensdrittel überhaupt ungeeignet", sagte Matznetter. Auch für den Mittelstand, der mit stark gestiegenen Lebenshaltungskosten und zurückbleibenden Reallöhnen und KMU-Gewinnen konfrontiert ist, sei das nicht finanzierbar. "Es waren aber just diese zwei Gruppen, die von der Regierung Schüssel die schlimmsten Pensionskürzungen angetan bekommen und die bei der Steuerreform keine Entlastung bekommen haben", so Matznetter.

"So angenehm es für die Wiener Börsenentwicklung war, dass die Zukunftsvorsorge den ATX in die Höhe getrieben hat, so negativ wirkt sich die dadurch gestiegene Sparquote auf die Inlandsnachfrage, somit auf Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit, aus", erläuterte Matznetter. Denn Sparen fördern und die Sparquote erhöhen ist "genau das falsche politische Signal in einer Zeit, wo die ohnehin lahme europäische Konjunktur durch die österreichische Regierung und ihre Politik noch weiter gedämpft wird". (Schluss) wf

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