- 30.06.2005, 12:12:55
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GAHR: VIER PARTEIEN-BESCHLUSS ZUR FÖRDERUNG, ERHALTUNG UND AUSBAU UNSERER ÜBER 500 ALPINEN SCHUTZHÜTTEN IN ÖSTERREICH
Mehrjähriges Programm für den alpinen Raum soll ausgearbeitet werden
Wien (ÖVP-PK) - Im Wirtschaftsausschuss gab es heute, Donnerstag,
einen Vier Parteien-Beschluss zur Förderung, Erhaltung und Ausbau
unserer weit über 500 alpinen Schutzhütten in Österreich. In
Zusammenarbeit mit den alpinen Vereinen, den Bundesländern und
anderen beteiligten Institutionen soll ein mehrjähriges Programm für
den alpinen Raum ausgearbeitet werden, freute sich heute, Donnerstag,
ÖVP-Abg. Hermann Gahr, Initiator des entsprechenden Antrags. ****
Gahr verwies darauf, dass das Schutzhüttenprogramm 2006 ausläuft.
Es gehe nun um eine Neuausrichtung und Fortführung speziell jener
Schutzhütten abseits touristischer Zentren, die manchmal nur wenige
Tage im Jahr geöffnet sind. Für Schutzhütten gebe es hohe Auflagen im
Bereich Umweltschutz und Hygienemaßnahmen. Daher sei es notwendig,
die Betreiber derartiger Hütten in Zukunft in diesen Bereichen
verstärkt zu unterstützen. Es gehe auch um Sicherheitsmaßnahmen,
welche den Bergwanderern dienen, und um die Erhaltung des über 50.000
Kilometer langen Wegenetz im alpinen Raum.
In einem entsprechenden Antrag der beiden Abgeordneten Hermann
Gahr (ÖVP) und Josef Bucher (BZÖ) werden nun der Bundesminister für
Wirtschaft und Arbeit und der Bundesminister für Land- und
Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft jeweils im Rahmen ihrer
Zuständigkeit ersucht, gemeinsam mit anderen zuständigen
Regierungsmitgliedern und in Zusammenarbeit mit den alpinen Vereinen,
den Bundesländern und anderen beteiligten Institutionen ein
mehrjähriges Programm für den alpinen Raum (Weiterentwicklung des
Schutzhüttensanierungsprogramms der Bundesregierung) auszuarbeiten
und dabei insbesondere Projekte mit folgenden Schwerpunkten zu
berücksichtigen:
- ökologische Sanierung von Schutzhütten alpiner Vereine abseits
technischer Aufstiegshilfen, insbesondere Energieversorgung,
Abwasser- sowie Abfallentsorgung, Brandschutz,
Arbeitnehmerschutz und Adaption von Genehmigungsverfahren an die
alpinen Gegebenheiten
- Wartung des alpinen Wegenetzes
- alpine Sicherheit, Vorsorge für Bergung und Erste Hilfe
- Schutz von Natur und alpiner Umwelt sowie der alpinen Flora und
Fauna
- sanfter Tourismus, gesundes Wandern
- Verdeutlichung des ökologischen und regionalwirtschaftlichen
Potenzials einer mit der Alpenkonvention einschließlich der
einschlägigen Protokolle abgestimmten Entwicklung des alpinen Raums."
"Diese Initiative bringt Impulse für den Tourismus, aber auch für
viele Inländer, welche den Bergsport ausüben, so Gahr, der darauf
verwies, dass 2,36 Millionen Inländer wandern und bergsteigen gehen.
Auch die 600.000 Schitourengeher sollten von dieser Maßnahme
profitieren."
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at
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