GAHR: VIER PARTEIEN-BESCHLUSS ZUR FÖRDERUNG, ERHALTUNG UND AUSBAU UNSERER ÜBER 500 ALPINEN SCHUTZHÜTTEN IN ÖSTERREICH

Mehrjähriges Programm für den alpinen Raum soll ausgearbeitet werden

Wien (ÖVP-PK) - Im Wirtschaftsausschuss gab es heute, Donnerstag, einen Vier Parteien-Beschluss zur Förderung, Erhaltung und Ausbau unserer weit über 500 alpinen Schutzhütten in Österreich. In Zusammenarbeit mit den alpinen Vereinen, den Bundesländern und anderen beteiligten Institutionen soll ein mehrjähriges Programm für den alpinen Raum ausgearbeitet werden, freute sich heute, Donnerstag, ÖVP-Abg. Hermann Gahr, Initiator des entsprechenden Antrags. ****

Gahr verwies darauf, dass das Schutzhüttenprogramm 2006 ausläuft. Es gehe nun um eine Neuausrichtung und Fortführung speziell jener Schutzhütten abseits touristischer Zentren, die manchmal nur wenige Tage im Jahr geöffnet sind. Für Schutzhütten gebe es hohe Auflagen im Bereich Umweltschutz und Hygienemaßnahmen. Daher sei es notwendig, die Betreiber derartiger Hütten in Zukunft in diesen Bereichen verstärkt zu unterstützen. Es gehe auch um Sicherheitsmaßnahmen, welche den Bergwanderern dienen, und um die Erhaltung des über 50.000 Kilometer langen Wegenetz im alpinen Raum.

In einem entsprechenden Antrag der beiden Abgeordneten Hermann Gahr (ÖVP) und Josef Bucher (BZÖ) werden nun der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit und der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft jeweils im Rahmen ihrer Zuständigkeit ersucht, gemeinsam mit anderen zuständigen Regierungsmitgliedern und in Zusammenarbeit mit den alpinen Vereinen, den Bundesländern und anderen beteiligten Institutionen ein mehrjähriges Programm für den alpinen Raum (Weiterentwicklung des Schutzhüttensanierungsprogramms der Bundesregierung) auszuarbeiten und dabei insbesondere Projekte mit folgenden Schwerpunkten zu berücksichtigen:

  • ökologische Sanierung von Schutzhütten alpiner Vereine abseits technischer Aufstiegshilfen, insbesondere Energieversorgung, Abwasser- sowie Abfallentsorgung, Brandschutz, Arbeitnehmerschutz und Adaption von Genehmigungsverfahren an die alpinen Gegebenheiten
  • Wartung des alpinen Wegenetzes
  • alpine Sicherheit, Vorsorge für Bergung und Erste Hilfe
  • Schutz von Natur und alpiner Umwelt sowie der alpinen Flora und Fauna
  • sanfter Tourismus, gesundes Wandern
  • Verdeutlichung des ökologischen und regionalwirtschaftlichen Potenzials einer mit der Alpenkonvention einschließlich der einschlägigen Protokolle abgestimmten Entwicklung des alpinen Raums."

"Diese Initiative bringt Impulse für den Tourismus, aber auch für viele Inländer, welche den Bergsport ausüben, so Gahr, der darauf verwies, dass 2,36 Millionen Inländer wandern und bergsteigen gehen. Auch die 600.000 Schitourengeher sollten von dieser Maßnahme profitieren."
(Schluss)

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