OeNB - Österreichs Wertpapiere stehen bei internationalen Anlegern weiterhin hoch im Kurs

Österreichische Zahlungsbilanz im Zeitraum Jänner bis April 2005 auf Basis von Zahlungsströmen

Wien (OTS) - Österreichische Wertpapiere blieben wie im Vorjahr auch in den ersten vier Monaten 2005 für ausländische Anleger attraktiv: Mit 18,5 Mrd EUR lag das abgesetzte Volumen um rund ein Viertel über dem Vergleichswert 2004, wobei Aktien und Investmentzertifikate besonders gefragt waren. Engagiert zeigten sich auch heimische Wertpapieranleger im Ausland.

Schwungvoll verlief die grenzüberschreitende Wertpapierveranlagung im Zeitraum Jänner bis April 2005, die aktiv- wie passivseitige Zuwächse von je rund einem Viertel verzeichnete und die Dynamik des Jahres 2004 fortsetzte. Österreich verkaufte in der Berichtsperiode Wertpapiere im Umfang von 18,6 Mrd EUR (+3,4 Mrd EUR), wobei Aktien und Investmentzertifikate mit 2,0 Mrd EUR (+38%) besonders gefragt waren. Heimische Anleger investierten 16,1 Mrd EUR in ausländische Wertpapiere, davon rund 90% in festverzinsliche Anlagen. Die Nachfrage nach ausländischen Anteilscheinen lag mit 1,4 Mrd EUR nur geringfügig über dem Vergleichswert 2004 (1,2 Mrd EUR).

Österreichs Direktinvestoren beteiligten sich im Zeitraum Jänner bis April 2005 im Umfang von einer Milliarde netto an ausländischen Unternehmen (nach 0,9 Mrd EUR in der Vergleichsperiode 2004). Neben etwas höheren Bruttoveranlagungen waren dafür auch geringere Beteiligungsauflösungen verantwortlich. Der deutlich über dem Vergleichswert liegende Zufluss an ausländischen Direktinvestitionen in Österreich von netto 2,1 Mrd EUR steht in Zusammenhang mit der Stärkung von Eigenkapital bereits bestehender Beteiligungen.

Die Teilbilanz der Sonstigen Investitionen, die insbesondere das grenzüberschreitende Geschäft mit Krediten und Einlagen umfasst, wies Nettokapitalexporte in Höhe von 4,6 Mrd EUR auf (nach 2,3 Mrd EUR im Vergleichszeitraum 2004).

Die offiziellen Währungsreserven zeigten transaktionsbedingt keine Veränderung.

Die österreichische Leistungsbilanz erreichte im Zeitraum Jänner bis April 2005 einen Überschuss von 2,1 Mrd EUR (nach 1,0 Mrd EUR in der Vergleichsperiode 2004). Österreichs Exporterlöse lagen mit 40,9 Mrd EUR um 2,7 Mrd EUR über dem Vergleichswert, wodurch der Anstieg der Importaufwendungen (+1,8 Mrd EUR) überkompensiert wurde. Die Dienstleistungsbilanz wurde vor allem durch den Reiseverkehr positiv beeinflusst, der einen Überschuss von 2,9 Mrd EUR (+0,5 Mrd EUR) erreichte; steigende Einnahmen standen dabei leicht rückläufigen Aufwendungen gegenüber.

Das Nettodefizit aus grenzüberschreitenden Einkommen verringerte sich um ein Drittel auf 0,4 Mrd EUR. Hierfür waren ausschließlich höhere Erträge inländischer Wertpapierinvestoren verantwortlich, die brutto um 0,3 Mrd EUR oder 16% über jenen der Vergleichsperiode lagen. Bei gleich bleibenden Aufwendungen inländischer Emittenten im Ausland ergab sich per Saldo ein Abgang von 0,4 Mrd EUR.

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