- 16.06.2005, 11:54:10
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Maier zu Internetapotheken: Unerwünschte Nebenwirkungen und hohe Gesundheitsrisiken!
"Online-Pillen" oftmals sehr gefährlich!
Wien (SK) Mit unerwünschten Nebenwirkungen und hohen
Gesundheitsrisiken müssen die EinkäuferInnen von Online-Apotheken nur
allzu oft rechnen. Der illegale Internethandel mit Medikamenten - vor
allem aus dem Ausland - weitet sich immer mehr aus und wird immer
öfter zu einer echten Gefahr für die KonsumentInnen. Vor allem die
Anbieter gefälschter Medikamente und so genannter "Wunderheilmittel"
handeln dadurch grob fahrlässig, kritisierte heute
SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier. ****
Zivilrechtliche Regelungen finden sich in Österreich derzeit im
E-Commerce-Gesetz - die allerdings großteils nicht eingehalten
werden, sagte Maier. Wie sich in den letzten Monaten gezeigt habe,
seien sie vor allem aus gesundheitspolitischer und
konsumentenschutzrechtlicher Sicht bei weitem nicht ausreichend. In
einer parlamentarischen Anfragebeantwortung verspricht die
Justizministerin in Zusammenarbeit mit der Konsumentenschutzsektion
des Sozialministeriums eine Diskussion des Themenbereichs mit den
Verwaltungsstrafbehörden der Länder. "Was wir brauchen ist eine
eigene Behörde, die nicht nur für die rechtliche Kontrolle sorgt,
sondern vor allem die konsumentenschutzrechtlichen Fragen im Auge
behält. Nur so können die KonsumentInnen geschützt werden", so Maier.
Seit Anfang 2004 ist der Online-Verkauf von Medikamenten EU-weit
eingeschränkt möglich. Umfangreiche Tests der verschiedensten
Online-Anbieter haben jedoch gezeigt, dass nicht nur die Medikamente
selbst gefährlich sein können, sondern auch die mangelnde und oftmals
sogar falsche Beratung. Auf Wechselwirkungen von Medikamenten
untereinander wurde in keiner der getesteten Internet-Apotheken
hingewiesen. "Ich fordere daher die zuständigen Ministerinnen auf,
schnellstmöglich eine eigene Behörde einzurichten. Diese muss als
Internetkompetenzzentrum für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit
die Angebote im Netz beobachten, analysieren und daran anschließend
auch entsprechende Warnungen für die Öffentlichkeit aussprechen.
Darüber hinaus müssen in einem ersten Schritt die KonsumentInnen mit
einer Kampagne umfassend über die Gesundheitsrisiken informiert
werden", schloss Maier. (Schluss) wf/vs
Gerne senden wir Ihnen die entsprechenden parlamentarischen Anfragen
und Anfragenbeantwortungen per Fax zu. Tel: 401 10/3443, Frau
Marianne Plisic.
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