- 15.06.2005, 10:15:53
- /
- OTS0077 OTW0077
Tonnenweise Gentech-Soja auf dem Menüplan der Maresi-Kühe
Greenpeace sammelt Unterschriften gegen Gentech-Tierfutter
Linz. (OTS) - Bei der Herstellung der Kaffeemilch "Maresi" wird
gentechnisch verändertes Tierfutter eingesetzt. Eine zwei Meter große
Maresi-Flasche sowie mehrere "Maresi-Mägde" informieren heute
vormittag auf dem Linzer Taubenmarkt über Gentechnik in
Lebensmitteln. Sie fordern die Menschen auf, gegen den Einsatz von
Gentechnik im Tierfutter zu unterschreiben. "Die schlechte Nachricht
zum Frühstück ist der Einsatz von Gentech-Soja bei Maresi", so
Steffen Nichtenberger, Gentechnik-Sprecher von Greenpeace. "Eine gute
Nachricht wäre, wenn Maresi auf Gentech-Futter verzichtet."
Bereits im Mai 2004 wurde Greenpeace vom Maresi-Mutterkonzern Vivatis
schriftlich zugesichert, bis März 2005 einen Plan zur Umstellung auf
Fütterung ohne Gentech-Soja zu erarbeiten. Bis heute liegt Greenpeace
nichts Entsprechendes vor. "Molkereien wie NÖM oder die Kärntnermilch
beweisen, dass Milchkuh-Fütterung ohne Gentech-Soja möglich ist", so
Nichtenberger. "Jetzt ist die Vivatis am Zug. Maresi muss auf
Gentechnik verzichten!"
Maresi ist mit 53 Prozent Marktanteil die Nummer Eins unter
Österreichs Kaffeemilchprodukten und hat eine Bekanntheit von 98
Prozent. Maresi produziert neben Kaffeemilch ("Maresi" und "Leichte
Muh") auch Eiskaffees und Kinderprodukte wie Siggi’s Cacao Milk und
Vanilla Milk. Die Milch dafür kommt von der Ennstal Milch.
Der gesamte Vivatis-Konzern verarbeitet jährlich fast 43.000 Tonnen
österreichische Milch und erwirtschaftet einen Umsatz von etwa 500
Millionen Euro. Greenpeace schätzt, dass im Milchbereich von Vivatis
rund 1.000 Tonnen gentech-hältige Soja verfüttert werden.
Tierische Lebensmittel, bei deren Erzeugung Gentech-Futter verwendet
wurde, müssen noch immer nicht gekennzeichnet werden. Die Menschen in
Österreich haben keine Möglichkeit Fleisch, Milch oder Eier aus
Gentech-Fütterung zu erkennen und zu vermeiden.
Greenpeace sammelt deshalb Unterschriften für eine strenge
Gentechnik-Kennzeichung. EU-weit sollen eine Million Unterschriften
gesammelt werden, sie werden im Frühjahr 2006 an die EU-Kommission
übergeben. "Stärken auch Sie die Forderung einer strengen
Gentechnik-Kennzeichnung", so Nichtenberger. "Wo Gentechnik drin ist,
muss das auch drauf stehen - auch beim Tierfutter, auch bei Maresi".
Unterschriftenlisten zum download unter
http://www.greenpeace.at/unterschriftenliste.html
Mehr zu Gentechnik in der Landwirtschaft:
http://www.greenpeace.at/gentechnik.html
Foto- und Interviewmöglichkeit: 10-12 Uhr, Taubenmarkt, Linz
Rückfragehinweis:
Axel Grunt, Pressesprecher Greenpeace, 01-5454580-33 od. 0664-2407075
Steffen Nichtenberger, Gentechnik-Sprecher Greenpeace, 01-5454580-69 od. 0664-6126703
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP






