"Mehr Bildung - mehr Chancen": OÖ. Sozialpartner präsentieren erste Ergebnisse ihres Bildungsdialogs

Linz (OTS) - Im Herbst 2004 haben Bildungsfachleute von oö. Sozialpartnern - der Arbeiterkammer, der Wirtschaftskammer, des ÖGB und der Industriellenvereinigung - einen Bildungsdialog begonnen. Ziel dieses Dialogs ist es, auf Basis einer gemeinsamen Problemanalyse Lösungsansätze für die Gestaltung der (beruflichen) Erstausbildung zu erarbeiten. Am Dienstag wurden die ersten Ergebnisse, verbunden mit konkreten Vorschlägen an die Politik, von den Spitzen der Sozialpartner präsentiert. Das Motto lautet "Mehr Bildung - mehr Chancen".

Künftig werden aufgrund der demografischen Entwicklung weniger Jugendliche zur Verfügung stehen. Deshalb müssen bereits in der Schule die Begabungsreserven noch besser ausgeschöpft werden. Derzeit fehlen jeder/m fünften (!) Pflichtschulabgänger/in grundlegende Kompetenzen zur erfolgreichen Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt. Österreichs Schule muss wieder ins internationale Spitzenfeld. Dazu bedarf es einer bildungspolitischen Diskussion ohne Tabus - auch was gewohnte Schulstrukturen anbelangt.

AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer, WK-Präsident Dr. Rudolf Trauner, IV-Präsident DI Klaus Pöttinger und ÖGB-Landessekretär Dr. Erich Gumplmaier ist es ein wichtiges Anliegen, dass bereits im Vorfeld der beruflichen Ausbildung die richtigen Weichen gestellt werden. Eine verpflichtende Frühförderung (ab dem 5. Lebensjahr) und mehr schulische Individualförderung gehören genauso dazu wie ein Rechtsanspruch der Eltern auf ein ganztägiges Schulangebot - alles ohne Gebührenbarrieren. Schulen sollen mehr Eigenverantwortung erhalten, auf Basis ausgebauter Qualitätssicherung und einer zeitgemäßen Aus- und Weiterbildung für Pädagog/-innen.

Die Sozialpartnerspitzen empfehlen den politisch Verantwortlichen, sich rasch über ein pädagogisches und finanzielles Konzept für ganztägige Bildungsangebote in Oberösterreich zu einigen. Weiters empfehlen die Sozialpartner dem Land Oberösterreich, ihre Vorschläge zur Frühförderung bei der aktuellen Neuregelung des Kinderbetreuungsgesetzes und bei der Novelle des Kindergarten- und Hortgesetzes berücksichtigen.

Die oö. Sozialpartner erwarten sich von der Politik in Land und Bund eine verbindliche Diskussion über die Umsetzung dieser Lösungsansätze. Selbstverständlich stehen die Sozialpartner als Mitwirkende zur Verfügung.

Der Bildungsdialog der oö. Sozialpartner wird mit dem Kernbereich der beruflichen Erstausbildung und den Themen "Frauen und Berufsbildung" sowie "Lebensbegleitendes Lernen in einem veränderten Umfeld" fortgesetzt.

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